Schlagwort-Archive: Geldsystem

Die EZB hat ein Deutschland-Problem

Mit 1,7% meldet sich in Deutschland die Inflation zurück. Die größte Volkswirtschaft der EU bräuchte demnach eine etwas weniger lockere Geldpolitik. Damit würde Draghi den Südeuropäern den Saft abdrehen.

Das Grundproblem des Euros ist, dass man unterschiedliche Volkswirtschaften in das selbe Korsett steckt. Für alle Teilnehmerländer gilt die gleiche Geldpolitik. Das ist vergleichbar mit einem Arzt, der bei jedem Patienten immer das selbe Medikament verschreiben muss – unabhängig von der Diagnose. Dieser Missstand ist DIE URSACHE der Eurokrise. Nun sehen wir eine neue Eskalationsstufe: Die Realzinsen (Sparzinsen minus Inflation) in Deutschland werden negativ, damit sich Südeuropa weiter verschulden kann.

Um das Problem zu lösen, müssen Länder aus dem Euro austreten, damit sie eine individuelle und passgenaue Geldpolitik machen können. Doch warum sollen mehrere Südländer austreten, wenn man es auch einfacher haben kann? Im Prinzip ist es nur Deutschland, das nicht passt. Es wäre daher mehr als sinnvoll, wenn die Deutschen den Euro verlassen. Natürlich ist das politisch nicht erwünscht, weil sich die radikale EUzi-Führung niemals einen Fehler eingestehen wird. Daher wird es auch künftig dabei bleiben: Die EZB hat ein großes, hässliches Problem namens Deutschland.

Der Geldsozialismus (=“alle Volkswirtschaften ins gleiche Korsett“) hat uns in die Krise geführt. Beim scheinbaren Herausführen aus der Misere, machen es die Herrschenden noch schlimmer. Wie würde sich beispielsweise Peter Altmaier fühlen, wenn er das gleiche Korsett wie z.B. Ursula von der Leyen tragen müsste?  Das, was mit dem Korsett passieren würde, das passiert mit den Ersparnissen der Sparerschafe.

Pressespiegel:


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Advertisements

Enteignung der Sparer: Dieser Chart zeigt, dass nicht der Euro das Problem ist

Die Deutschen haben ein neues Feindbild: Mario Draghi. Er soll für die „Enteignung der Sparer“ verantwortlich sein. Draghi steht für den Euro und eine ultralockere Geldpolitik. Kritik gegen ihn kommt nicht nur von der AfD, sondern hauptsächlich auch aus den Reihen der Merkelparteien.

chart_all_umlaufrenditedeoeffentlichehandDie EZB reagiert mit dem Nullzins auf die schwache wirtschaftliche Lage. Kapitalerträge hängen von guten wirtschaftlichen Entwicklungen ab und für die sind andere verantwortlich. Beim Thema Null- und Negativzins wird immer wieder eines vergessen: Die Zinsen fallen nicht erst seit Mario Draghi. Der durchschnittliche Zins von risikoarmen Anleihen wird in der sog. Umlaufrendite gemessen und seit Jahrzehnten von der Bundesbank veröffentlicht. Im Zeitraum zwischen November 1964 und November 2014 betrug die Durchschnittsrendite 6,1 %. Der Höchststand war mit 11,2 % im August 1981. Seit Seit Juni 2016 ist die Umlaufrendite negativ.

Wie man im Verlauf gut sehen kann, fällt die Umlaufrendite nicht erst seit dem Euro oder seit Mario Draghi. Es gab zwar immer wieder Aufs und Abs, doch ein Trend ist eindeutig erkennbar. Der Zins fällt seit den 1970er Jahren. Die Ursachen sind nicht kurzsichtig im Euro zu suchen. Wir sollten aufhören Personen wie Draghi dafür verantwortlich zu machen. Draghi ist nur eine Schachfigur; mehr nicht. Was man hier sieht ist eine Form von Inflation. Man kann sie nicht mit den Verbraucherpreisen messen. Diese Inflation nennt man in Fachkreisen „Anleihenblase“.

Ich sehe hierbei 2 Probleme: Die fehlende Zinszahlung macht Anleihen unattraktiv und die Kursgewinne der letzten 40 Jahre können nicht nochmal kommen, außer die Renditen würden stark negativ. Im Anleihenmarkt wurde das Pulver für mehr als eine Generation verschossen. Für die Medien ist dies (noch) uninteressant, denn viele verstehen den Anleihemarkt schlicht fachlich nicht. Allein der mathematische Mechanismus, der negativen Korrelation von Rendite und Kurs, ist vielen nicht klar. Daher hetzt man lieber gegen den Euro oder schafft künstliche Feindbilder wie Mario Draghi. Das Problem ist unser Geldsystem, nicht unsere Währung.

Wenn das aktuelle System kollabiert, dann waren nicht freie Märkte daran schuld, sondern ein zentral geplanter Geldsozialismus. Auch Neosozialismus genannt.

Literatur zum Thema:


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Griechenland soll etwas machen, was ansonsten kaum ein Staat schafft

„Griechenland soll seine Schulden bis 2080 abstottern“, melden heute morgen die Medien. Neukonservative Nationanalisten freuen sich: Endlich darf Griecheland nicht mehr über seine Verhältnisse leben! Oder doch nicht?

Government_debt_gdp

Griechenland soll also seine Kredite bis 2080 getilgt haben. Damit wäre Griechenland das erste Industrieland, welches seine Schulden komplett getilgt hätte. Damit dies klappt, starten die linksradikalen Euronazis einen nie dagewesenen Raubzug gegen die Bevölkerung. Das perverse ist die Heuchlerei. Merkeldeutschland verlangt von Athen, „nicht mehr auszugeben, als man einnimmt“. Und warum bitte haben die teutschen Landen 2.202 Milliarden Euro Schulden? Hätte man immer nur das ausgegeben, was man einnahm, dann gäbe es diese Schulden nicht. Allein seit dem Merkelismus in 2005 stieg der deutsche Schuldenstand um über 600 Mrd. Euro an.

Getoppt wird das ganze noch von den USA. Obama hat es in 8 Jahren geschafft, mehr Schulden zu machen als alle 44 Präsidenten zusammen vor ihm. Mehrfach stand die USA kurz vor dem sog. „Shutdown„, einmal war er sogar da. Die USA steht mit knapp 20 Billionen USD in der Kreide. Alleine der Zuwachs seit Obama entspricht 31 mal dem griechischen Schuldenberg. Warum muss die USA nicht bis 2080 alles tilgen? Die obige Grafik zeigt ganz schön, wer auf dieser Erde besonders verschuldet ist. Staatsschulden gehören zum System. Wer sie abschafft, schafft das Geld ab. Griechenland wird seine Schulden niemals tilgen können. Nicht weil die Griechen faul oder dumm sind, sondern weil das KEINER der Staaten kann. Schuldentilgung ist im Schuldgeldsystem nicht vorgesehen.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Es kommt keine neue Finanzkrise

Der Dax steht wieder auf dem Niveau von Mitte Januar, am Freitag abend rutschte er nachbörslich sogar unter die Marke von 10.000 Punkten. Es liegt Krisenstimmung in der Luft, aber eine neue Finanzkrise kommt nicht, denn die alte ist noch da.

Die letzte große Blase platzte 2008. Damals sprangen die größten  Zentralbanken als Retter ein und senkten die Zinsen. Das können sie nun nicht mehr tun, weil die Zinsen schon bei null liegen. Die Krise aus 2008 wurde niemals gelöst, sondern durch frisches Geld nur in die Zukunft verlegt. Was jetzt kommen könnte ist die alte Finanzkrise – neu aufgewärmt, aber gewiss keine neue Finanzkrise. Das aktuelle Sommergewitter hat viele Gesichter: China, Griechenland und ein Crash am Währungsmarkt der Schwellenländer.

Was den DAX angeht ist die Lage einfacher: Mangels Investment-Alternativen stieg der DAX im Frühjahr auf über 12.000 Punkte. Die Unternehmensgewinne stiegen rasant und die Stimmung war trotz Ukraine und Griechenland gut. Doch die Unternehmensgewinne stiegen nicht wegen organischem Wachstum oder gutem Unternehmertum, sondern eher wegen dem künstlich schwachen Euro. Dieser Effekt könnte im nächsten Geschäftsjahr wegbrechen. Der niedrige Zins wird als Gaspedal weiter bleiben, aber viele Unternehmer oder Häuslebauer sind mit Krediten überversorgt und scheuen neue Investitionen.

Eine neue Finanzkrise ist Quatsch, aber die alte Krise könnte zurück kommen. Wir haben eine Blasen bei Anleihen, Immobilien und lokal bei Aktien. Die Banken von damals sind heute noch größer und mächtiger und die Notenbanken haben ihr Zinssenkungspulver verschossen. Man hat die Krise in die Zukunft verschoben und wichtige Zeit für Reformen vergeudet. Statt das Finanzsystem zu erneuern und über eine qualitative Geldordnung nachzudenken hat der Wähler seine Vertreter lieber damit beauftragt den StatusQuo zu erhalten, damit die Lage beim nächsten Mal wieder etwas schlimmer wird.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_ Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen (bitte beim Anmelden RLC-Classic auswählen). Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

Interview mit Marc Friedrich: „Ein Staat geht nicht pleite sondern seine Bürger gehen Pleite“

INTERVIEW vom 25.09.2012 mit Marc Friedrich, Co-Autor der Bücher: „Der größte Raubzug der Geschichte“ und „Der Crash ist die Lösung“. Das Gespräch ist bald 3 Jahre alt, aber heute aktueller denn je.

Jenny: Ihr schreibt, „Vor unseren Augen findet der größte Raubzug der Geschichte statt, und wir alle sind seine Opfer.“ Das Buch wurde zum Spiegel-Bestseller. Immer mehr Menschen begreifen, was vor sich geht. Warum gibt es keine Massenproteste?

Marc: Weil es dem Großteil der Menschen noch viel zu gut geht und sie noch nicht registrieren was uns alles blühen wird. Insgesamt geht es uns einfach zu gut im Gegensatz zu den Menschen im südlichen Europa. Noch leben wir in Deutschland in einer Oase. Die Krise tangiert hier doch niemand wirklich und wir werden nur damit konfrontiert wenn man die Nachrichten sieht, hört oder liest. Sehr viele Menschen verstehen die Krise schlichtweg nicht bzw. blicken schon lange nicht mehr durch. Ich denke, wenn die Staatsanleihenblase platzt und sehr viele sehr viel verlieren werden, dann wird sich einiges ändern. Dann werden wir auch in unserem Land wütende Menschen auf den Straßen haben. Keiner läßt sich gern berauben und belügen.

Jenny: Über die Entstehung von Geld gibt es viele Theorien und Meinungen. Was ist eigentlich Geld und wo haben es Banken und Staaten her?

Marc: Wir haben ein ungedecktes Papiergeldsystem d.h. unser Geld ist mit keinem Wert hinterlegt, außer mit unserem Vertrauen. Und dieses Vertrauen kann auch ganz schnell schwinden. Geld ist lediglich ein Schuldversprechen auf bedrucktem Papier bzw. Baumwolle, wobei das meiste Geld gar nicht in Papierform existiert. Notenbanken und Geschäftsbanken können Geld schöpfen, also erschaffen, aus dem Nichts. Deshalb auch „Fiat Money“. […]  Unser Geld ist Schuldgeld, dies bedeutet, die Guthaben der Einen sind die Schulden der Anderen. Der Staat auf der anderen Seite finanziert sich durch Steuern. Da diese aber fast nie ausreichen um seine Kosten zu decken, muss er sich von den Banken und auf den Märkten (auch hier wiederum von den Banken und Versicherungen) Geld leihen z.B. durch Staatsanleihen und dafür Zinsen bezahlen. Die Zinsen zahlen natürlich die Steuerzahler. Also wir alle. Und jetzt wird es absurd: Der Staat muß nun die Banken mit Geld retten, daß er sich von ihnen wiederum leihen muß.

Jenny: Warum ist nicht Sozialpolitik sondern eher das Finanzsystem schuld an weltweiter Ungerechtigkeit?

Marc: Unser momentanes Finanzsystem ist zutiefst ungerecht, da nur ein sehr kleiner Prozentsatz von diesem profitiert. Profiteure unseres Finanzsystems sind diejenigen deren Einnahmen aus leistungslosem Einkommen die Zinsausgaben übersteigen. Wir bezahlen jeden Tag Unsummen an Zinsen. Nicht nur in Form von Steuern, da unser Staat verschuldet ist, sondern auch, wenn wir Einkaufen, Bahnfahren, für Dienstleistungen etc.… da fast alle Unternehmen ebenfalls verschuldet sind und ihre Zinsen auf den Endverbraucher abwälzen.

Jenny: Von welchen Investments sollte man aktuell Abstand halten?

Marc: Wir erleben momentan einen epochalen Wandel was Investments abgeht. Was 50 oder 60 Jahre gut und solide war, ist es nicht mehr. Man sollte ganz klar von Papierwerten abstand nehmen – denn diese sind schlicht und einfach nur bedrucktes Papier. In den letzten Jahrhunderten haben wir unzählige Währungen kommen und gehen sehen. Wer der Meinung ist, dass die Staatsanleihenblase früher oder später platzt, sollte auf jeden Fall vor allen Investments, welche in Staatsanleihen investieren, wie Lebensversicherungen, Rentenpapiere… Abstand halten […]  Auch von Immobilien kann man momentan nur abraten. Dies ist auch kein Investment. Eine Immobilie kann leicht besteuert werden und kostet immer Geld.

Jenny: Was passiert wenn ein Staat pleite geht? Wer bezahlt die Rechnung und kann es danach weiter gehen?

Marc: Die Vergangenheit ist ein guter Ratgeber. Zurückblicken können wir alle und daraus lernen. In die Zukunft blicken kann keiner – außer natürlich die Analysten und Banker. Für das Buch haben wir die Staatsbankrotte der letzten 500 Jahre untersucht und begutachtet. Fazit: Ein Staat geht nicht pleite sondern seine Bürger gehen Pleite. Die müssen die Zeche bezahlen. Die Rechnung bezahlen zuerst mal die Besitzer von Papierwerten. 1948 gab es z.B. für 100 RM gerademal 10 DM. Nicht besser sah es für Besitzer von Lebensversicherungen und Staatsanleihen aus. Verluste werden einfach auf den Bürger umgewälzt und somit sozialisiert. […]

Jenny: Ihr nehmt den Begriff „Wirtschaftswachstum“ ziemlich auseinander. Warum ist ewiges Wachstum eurer Meinung nach eher ein Problem statt die Lösung?

Marc: Exponentielles Wachstum kann in einer Welt mit endlichen Rohstoffen nicht funktionieren. Rein mathematisch ist dies einfach nicht möglich. Nehmen wir den Krebs. Er wächst exponentiell aber nur so lange, wie der Wirt, der Mensch, lebt. Stirbt dieser am Krebs, stirbt auch der Krebs und stoppt sein Wachstum. Parallel hierzu: Unser Finanzsystem hat Krebs im Endstadium. Und die Geldtherapie schlägt leider kaum an und verschlimmert nur das Leiden. Fazit: Die Rohstoffe auf unserer Erde sind von der Natur limitiert. Aus diesem Grund kann es kein ewiges Wachstum geben.

Jenny: Wie nutzt man die Krise als Chance um hinterher nicht als Verlierer da zu stehen?

Marc: Ganz klar raus aus Papierwerten und rein in Sachwerte. Ein Wald, Acker, Grundstück oder eine Gold oder Silbermünze werden immer einen Wert haben. Wichtig ist es sich materiell, geistig, mental auf das was kommt vorzubereiten. Jeder sollte sich überlegen: Was ist wirklich wichtig im Leben? Was brauche ich? Wir alle werden einen immensen Wandel miterleben dürfen.

Jenny: Ihr spart im Buch nicht mit polemischen Zuspitzungen. Ist es wirklich ratsam ein ernstes Thema entsprechend populistisch zu beschreiben oder ist gerade dies das Erfolgsrezept solcher Bücher?

Marc: Jenny, würdest du das xte schnöde Wirtschaftsbuch zur Krise kaufen?  Unsere Intention war das sicherlich durchaus sehr ernste Thema angenehm zu verpacken und für jeden, egal welchen Wissensstand und Bildung er hat, lesbar und verständlich zu machen. Es soll ein Augenöffner sein. Das Leben ist ernst genug und Lachen ist die beste Medizin.

Jenny: Das Buch macht wütend und traurig. Nach dem Lesen will man eigentlich nur zu einer Waffe greifen oder weinen. Welche Lösungsansätze könne man bieten, um den Menschen wieder Hoffnung zu geben?

Marc: Uns erging es bei der Recherche für das Buch leider nicht anders. Auch wenn wir nun täglich lesen und hören was unternommen wird, kann man entweder völlig ausflippen oder herzhaft über die desperate Herangehensweise lachen. Es wurde bis zum heutigen Tage kein einziges Problem gelöst. Nein, alles was passiert ist, ist die volkswirtschaftliche Schadensmaximierung. Trotzdem sollte man das positive sehen. Es kann nur was besseres kommen. Wir alle können dafür sorgen, dass die Zukunft für alle Menschen besser wird. Ziel sollte es sein, ein gerechtes und allen Menschen dienendes Finanzsystem zu implementieren. Jeder sollte sich fragen: Ist unser Finanzsystem lebenswert? Bin ich glücklich? Wir alle Rennen doch Tag aus, Tag ein im Hamsterrad um Steuern, Versicherungen, Essen, Miete, Kredit etc. zu bezahlen. Wo ist die Work-Life-Balance? Sind wir glücklich? Wenn man sich die Gesichter morgens im Bus oder der Bahn oder Mittags in der Einkaufsstraße anschaut, sieht man wenig Zufriedenheit. Alle sind gehetzt, gestresst, besorgt. […] Wer jetzt auch die richtigen Schritte unternimmt, wird die Krise als einmalige Chance erkennen.

Jenny: Das Buch ist politisch sehr neutral. Welche Risiken und Nebenwirkungen siehst du in der modernen Politik? Was tun die Etablierten und welchen Parteien und Personen traust du zu, die Sache in den Griff zu bekommen?

Marc: Wir haben mit Politik nichts am Hut. Wir sind nur einer Politik verpflichtet und das ist die Politik der Wahrheit und der Fakten. Festzustellen ist, dass die Politik sich in eine sehr gefährliche Abhängigkeit bringen hat lassen. Sie sind sozusagen im Schwitzkasten der Lobbies und der Finanzindustrie. Man muss sich doch nur mal anschauen wie da wild die Fronten gewechselt werden. Wie im Buch beschrieben gibt es hierfür viele schändliche und aussagekräftige Beispiele voller Interessenskonflikte: Riester, Rürup, Monti, Papademos, die halbe US-Regierung, Schröder, Draghi etc. Wirklich ekelhaft. Ganz ehrlich: Wenn die Krise lösbar wäre, wäre sie schon längst gelöst. Die Lösung wird der Crash sein. Problem ist: Man kann die Naturgesetzte nicht überlisten und das versuchen wir momentan. Das Resultat ist jetzt schon bekannt. Keiner hatte bisher den Mut die wirklichen Ursachen zu bekämpfen oder die Probleme zu lösen. Keine Partei und keine Person. Alle haben hier grandios versagt oder sind vor der Finanzlobby eingeknickt.  […]  Die Lobby macht einen großartigen Job. Respekt.

Jenny: Das Buch ist unterhaltsam und zugleich informativ, an manchen Stellen sogar sarkastisch bis zynisch. Genau nach diesem Grundsatz schreibe ich auch dieses Blog (Infotainment & Erotainment). Hast du bei mir abgeschrieben? Wer oder was hat euch inspiriert? Gibt es heimliche Mentoren oder Ideengeber?

Marc: Ja. Ohne dich, liebe Jenny würde es dieses Buch nicht geben und die Wahrheit wäre immer noch verdeckt. Hierfür sind wir dir und alle Leser unendlich dankbar. Wir fühlen uns auch geehrt, dass wir dieses Interview mit Dir machen dürfen.

Jenny: *fühlt sich geschmeichelt*


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_  Bitte beachtet die Richtlinien für Kommentare.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

Der Crash kommt nicht

Wer 2008 angefangen hat, „alternative Medien“ zu konsumieren ist allmählich enttäuscht. Fast wöchentlich wurden Termine für den endgültigen Zusammenbruch veröffentlicht, doch es ist nichts passiert. Die Krisentheoretiker übersehen stets eine wichtige Sache: Niemand hat die Absicht einen Crash zu bauen.

An dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass ich heute ein wenig sarkastisch bin. Wir müssen endlich aufhören zu glauben, dass der „Crash“ entwas negatives wäre. Im Gegenteil: Eine Bereinigung würde uns ganz gut tun. Reset und neu booten. Doch wer will das denn? Die Mehrzahl der Menschen wählt die Merkels, Junckers, Obamas und Putins dieser Welt. Die Mehrheit will genau das Regime haben, welches uns aktuell regiert. Die Mehrheit will sogar die Notenbanken und Dinge wie den ESM. Kritiker sind böse Populisten und Spielverderber. Wie stellen sich die Krisentheoretiker diesen sog. „Crash“ eigentlich vor? Macht es da laut Peng und alles fliegt in die Luft? Ich glaube kaum.

Ich glaube nicht, dass es zu einem finalen Crash kommt, denn die Mächtigen dieser Erde sitzen tief im Sattel. Der westliche Wohlstand nährt sich aus Armut in Afrika und Ausbeutung von Natur und Umwelt. Und wenn sich die Armen dieser Erde wehren wollen, dann schicken wir eben unseren großen Bruder. Natürlich gestatten wir unserem Big Brother auch, dass er uns überwacht, denn so macht man das in einer Sippschaft, die andere ausbeutet. Eine Währungsreform oder ein heftiger Rückgang am Aktienmarkt ist noch lange kein Crash! Hinterher stehen neue Politdarsteller bereit und werden die alten Lösungen verkaufen. Es kommt immer wieder zum Reset, aber es wird stets das selbe Betriebssystem geladen.

Die Masse der Menschen hat nicht den Willen, etwas zu verändern. Freiheit gilt als “neoliberal und böse” und Kritik am Papiergeld gilt als Verschwörungstheorie. Die Menschen werden wie Frösche gekocht. Es tut ihnen nicht weh, denn sie sind bereits bewusstlos. Ganz vielen Menschen geht es gut, denn das Morden findet (noch) woanders statt. Wer das System für sich nutzen möchte, muss loyal sein und deren Spiel mitspielen. Umverteilung findet statt und wird von den Menschen geliebt (siehe Wahlergebnisse). Man sollte darauf achten, dass man auf der Empfängerseite steht. Die Geberseite soll von mir aus weiterhin z.B. RTL2 schauen, damit sie keine unbequemen Fragen stellt.

Ich bin mir sicher, „der Crash ist die Lösung“, aber er wird nicht kommen. Klar, das Geld ist manchmal wertlos und der Staat pleite, aber das trifft ja nur diejenigen, die sonst nichts haben. Das sind genau die, die heute das Parteienkartell wählen und staatliche Propaganda schauen. Wer sein eigenes Grab schaufelt, muss sich später nicht wundern, dass er hineinfällt. „Die Macht geht vom Volke aus“; das heißt: Ein Volk, welches sich verdummen, vergiften und versklaven lässt, ist im Prinzip selbst schuld. Der DAX steht knapp bei 10.000 Punkten, das verlogene Parteienkartell kommt auf ca. 95% der Stimmen und die Enddarmbewohner der Politik quatschen uns auf unsere Kosten (GEZ) mit Propaganda voll. Dies sind alles Anzeichen dafür, dass es noch lange nicht zu Ende ist.

Ich mag den Begriff „Crash“ sowieso nicht sonderlich. Ein viel schöneres Wort dafür wäre „Bereinigung“. Ein echter Crash ist wie Müll rausbringen oder die Klospülung zu betätigen. Hierbei ist es wichtig, dass der Unrat nach der Bereinigung weg ist und nicht dreist weiterregiert. Ich hasse Krisenstimmung und Crashängste! Lasst uns die Party genießen, solange sie noch läuft – und ich sag´s euch: Sie läuft noch lange! Der letzte macht das Licht aus…


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_  Bitte beachtet die Richtlinien für Kommentare.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny

Negativzins geht nur mit Bargeldverbot

Bei Krisentheoretikern und Untergangspredigern knallen die Sektkorken! Nachdem der Euro-Crash nicht kam und die Aktienmärkte noch immer im Glanz erstrahlen, gibt es endlich neue Themen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Eines ist klar: Negativzins geht nur mit Bargeldverbot. Aber wäre das denn so schlecht?

Die Deutschen besitzen abzüglich ihrer Kredite zirka 3 Billionen Euro. Ein Großteil davon liegt zinslos als Sichteinlage auf Girokonten, Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Würden Banken (über Nacht) negative Zinsen einführen, dann käme es zu heftigen Barverfügungen, denn Bargeld zu 0,00% Zinsen wäre besser als Buchgeld zu beispielsweise -0,2%. Banken halten üblicherweise ca. 3-6% ihrer Sichteinlagen als Bargeld. Das heißt die Bank könnte von hundert Kunden zirka 3 bis 6 auszahlen. Beim siebten Kunden müsste sie dicht machen. Negativzinsen gehen also nur mit einem Bargeldverbot.

Natürlich wird die Politik ein eventuelles Verbot von Bargeld geschickt verkaufen und schmackhaft machen. Ein Bargeldverbot verhindert Drogengeschäfte, Steuerhinterziehung und andere Illegalitäten. „Wer Bargeld will, der hat etwas zu verbergen und ist rechtsradikal“, werden die staalichen Propagandaanstalten von früh bis spät posaunen. Und ja, die Menschen werden folgen, wie sie immer folgen, denn das Wort „Volk“ kommt vom Verb „folgen“, glaub ich. Wenn wir alles über Buchgeld abwickeln, dann ist unser kompletter Alltag digital aufgezeichnet. Unsere NSA-Vertreter in Berlin bekommen bei dieser Vorstellung massenhaft feuchte Träume.

Abgesehen von der Überwachung spricht allerdings nichts gegen ein Bargeldverbot. Ich wäre sogar dafür! Die Politik soll übers Wochenende Bargeld verbieten und einen Negativzins mit 5% auf alle Sicht- und kurzfristigen Spareinlagen verlangen. Was wir dann hätten wäre Geld, welches an Wert verliert, wenn es nicht investiert wird. Die Folge wären Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Industrie und Handel. Statt das Geld zu horten würden viele Anleger das machen, was man mit Vermögen eigentlich machen sollte: Wagnisse eingehen und den Wohlstand aller mehren.

Negativzins und Bargeldverbot wäre wie „Geld mit Mindesthaltbarkeitsdatum“. Wird das Geld nicht ausgegeben oder investiert, dann verliert es an Wert. Oder anders gesagt: Dient Geld nicht der Allgemeinheit, dann wird der Besitzer bestraft. Man kann natürlich auch Fristen einführen. So könnte man den Negativzins erst nach einigen Monaten verlangen. Unser Hauptproblem ist doch, dass es zu viel Geld gibt. Geld ist immer auch eine Schuld. Wenn man Geld vernichtet, dann vernichtet man Schulden. Ich halte Negativzinsen auf Geld, welches nicht der Allgemeinheit dient, für eine gute Idee. Um sie durchzusetzen brauchen wir ein Bargeldverbot. Und wenn das Volk nicht überwacht werden will, dann soll es eben fähige Politiker wählen, die solch dreiste Dinge nicht tun.

„Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen.“ Zitat: Silvio Gesell 1920

Lesetipp: Warum das Bargeld abgeschafft wird


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog,
oder via Twitter an http://twitter.com/_JennyGER_ Wer mit mir quatschen will, der kann mich gerne im SocialGame Utherverse treffen. Bitte beachtet die Richtlinien für Kommentare.

Mail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de

liebe Grüße, eure Jenny