Schlagwort-Archive: Inflation

Die neue Inflationsangst ist unbegründet

Die Inflation in Deutschland hat im Januar 2017 ihren höchsten Wert seit Juli 2013 erreicht. Gemeint ist natürlich nicht die Inflation, sondern die sog. Teuerungsrate. Und diese lag zwischen Januar 2016 und Januar 2017 tatsächlich bei zirka 2%.

Die Teuerungsrate, die von vielen irrtümlich als Inflation bezeichnet wird, damit sich ihr Text intelligenter anhört, wird monatlich veröffentlicht. Hierbei vergleichen die Statistiker stets die Preise des aktuellen Monats mit denen des Monats, der 12 Monate zurück liegt. Der Öl-Preis fand am 20. Januar 2016 bei 26,73 USD sein Tief. Bereits bis März stieg er auf ca. 40 USD und später bis Juni auf bis zu 52 USD. Seither pendelt er auf diesem Niveau seitwärts. Der rechnerische Effekt auf die nun veröffentlichte Teuerungsrate ist daher sehr groß. Es kann gut möglich sein, dass im Februar sogar über 3% „Inflation“ gemeldet werden.

Will man sich die wahre Inflation anschauen, dann muss man die Preise für Schulden (Anleihen) oder Eigentum (Aktien, Immobilien) beobachten. Die Verbraucherpreise ziehen nicht wirklich an und dienen ohnehin nur bedingt als Stressindikator für die Märkte. Auch die aktuellen 2% sind kein Grund zur Panik, denn das gehört zum Plan der Geldpolitik. Eine Teuerung von „nahe aber unter 2%“ gilt im Geldsozialismus als Preisniveaustabilität. Auf eben dieses Niveau sollten sich Sparende und Verbrauchende in den kommenden Wochen einstellen. Der Öl-Effekt wird in der ersten Jahreshälfte 2017 abklingen (Quelle: Mathematik, 2. Klasse).


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Die EZB hat ein Deutschland-Problem

Mit 1,7% meldet sich in Deutschland die Inflation zurück. Die größte Volkswirtschaft der EU bräuchte demnach eine etwas weniger lockere Geldpolitik. Damit würde Draghi den Südeuropäern den Saft abdrehen.

Das Grundproblem des Euros ist, dass man unterschiedliche Volkswirtschaften in das selbe Korsett steckt. Für alle Teilnehmerländer gilt die gleiche Geldpolitik. Das ist vergleichbar mit einem Arzt, der bei jedem Patienten immer das selbe Medikament verschreiben muss – unabhängig von der Diagnose. Dieser Missstand ist DIE URSACHE der Eurokrise. Nun sehen wir eine neue Eskalationsstufe: Die Realzinsen (Sparzinsen minus Inflation) in Deutschland werden negativ, damit sich Südeuropa weiter verschulden kann.

Um das Problem zu lösen, müssen Länder aus dem Euro austreten, damit sie eine individuelle und passgenaue Geldpolitik machen können. Doch warum sollen mehrere Südländer austreten, wenn man es auch einfacher haben kann? Im Prinzip ist es nur Deutschland, das nicht passt. Es wäre daher mehr als sinnvoll, wenn die Deutschen den Euro verlassen. Natürlich ist das politisch nicht erwünscht, weil sich die radikale EUzi-Führung niemals einen Fehler eingestehen wird. Daher wird es auch künftig dabei bleiben: Die EZB hat ein großes, hässliches Problem namens Deutschland.

Der Geldsozialismus (=“alle Volkswirtschaften ins gleiche Korsett“) hat uns in die Krise geführt. Beim scheinbaren Herausführen aus der Misere, machen es die Herrschenden noch schlimmer. Wie würde sich beispielsweise Peter Altmaier fühlen, wenn er das gleiche Korsett wie z.B. Ursula von der Leyen tragen müsste?  Das, was mit dem Korsett passieren würde, das passiert mit den Ersparnissen der Sparerschafe.

Pressespiegel:


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Weizen so billig wie seit zehn Jahren nicht

Nicht nur Öl ist entgegen früherer Langfristprognosen extrem günstig geworden. Auch Weizen ist so billig, wie zuletzt im Jahr 2006.

wheat

Der Preis für ein Scheffel (ca. 27kg) des Getreides fiel an der  Rohstoffbörse in Chicago zwischenzeitlich unter 4,00 US-Dollar und damit auf ein neues 10-Jahres-Tief. Liegt es daran, dass die Verbraucher nach Büchern wie „Dumm wie Brot“ oder „Die Weizenwampe“ eher auf Mais und Reis umsteigen? So einfach ist es nicht. Auch der Preis für Kaffee hat sich seit 2011 halbiert. Nur wenige Rohstoffe (auch nicht Soja, Zucker oder Baumwolle) sind teurer als „vor der Finanzkrise“.

Als ab 2008 die Notenbanken begonnen, die Märkte mit frischem Geld zu fluten, und Politiker Unsummen in die Hand nahmen um Banken und Wirtschaft zu retten, gingen viele Ökonomen („AfD-Professoren“) davon aus, dass dies in einer sehr hohen Inflation enden würde. Bisher sehen wir bei den Verbraucherpreisen eher eine Deflation, denn die Inflation wütet sehr konzentriert in nur wenigen Assetklassen, wie beispielsweise Anleihen. Was passiert, wenn die Mutter aller Blasen platzt? Diese Frage versucht Dirk Müller im Handelsblatt zu beantworten.

Exkurs: Die Lüge von der Mini-Inflation


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Thilo Sarrazin muss womöglich sein VWL-Diplom zurückgeben

Als die Euro-Krise im Frühjahr 2010 eskalierte, warnte der deutsche VWL-Professor Joachim Starbatty vor wachsenden Inflationsraten auf über 5 Prozent. Hans-Olaf Henkel, damals stellvertretender Sprecher der AfD, prognostizierte im Mai 2011: „Eine steigende Inflation steht vor der Haustür.“  Der Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sagte „mittelfristig drei bis vier Prozent“ voraus.

Zu dieser Zeit war es auch, als der Buchautor Thilo Sarrazin in Aussicht stellte, sein VWL-Diplom „zurückgeben und alles neu lernen zu wollen“, wenn die Inflation in den nächsten zehn Jahren nicht massiv steigt. Nun hat Sarrazin also noch etwas mehr als 3 Jahre Zeit, bevor er womöglich nochmal die Schulbank drücken muss….

Die offizielle Inflation in Deutschland wurde neulich mit 0,4 Prozent gemeldet.

Wahrscheinlich bekommen wir auch keine höhere Inflation, weil wir uns in deflationären Zeiten, ähnlich wie in der Weimarer Republik oder in Japan, befinden. Hierzu ein andermal mehr.


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Warum der Aktienmarkt immer steigen wird

Der Deutsche hat Angst vor Aktien, weil sie an der Börse gehandelt werden und sich ihre Preise oft verändern. „Lieber keinen, als einen unsicheren Ertrag“, sagen sich viele und legen ihr Geld nicht an, sondern still. Dabei ist es eine physikalische Gesetzmäßigkeit, dass der Aktienmarkt eine Rendite bringen muss.

  • Gewinnstreben der Unternehmen

Man muss sich mal folgende Frage stellen: Streben Unternehmen eher nach Verlusten oder nach Gewinnen? Natürlich schwanken die Aktienkurse wie Schwänze läufiger Hunde, aber weil Unternehmen tendenziell Geld verdienen und nicht vernichten, werden die Aktienkurse per Saldo eher steigen als fallen. Es ist wie bei einem manipulierten Roulette: Stellt euch vor es gäbe nur schwarz und rot und dabei gäbe es 51 rote Felder und 49 schwarze Felder. In einem „unendlichen Spiel“ hätte man dann den größeren Erfolg, wenn man immer auf rot setzt.

  • Das Geld wird weniger Wert

Man kann sich auch diese Frage mal stellen: Wird Papiergeld im Vergleich zu realen Werten tendenziell mehr oder eher weniger wert? Aktien verbriefen Eigentum an Unternehmen und sind daher Sachwerte. Wird das Geld weniger Wert, dann steigen die Preise schneller als die Löhne. Dieser Benefit fließt komplett in die Unternehmensgewinne und erhöht somit den Unternehmenswert. Es ist eine Frage der Logik: Nur wer wirtschaftet und sich beteiligt kann Geld verdienen. Wer einfach nur Geld hat, wird es langfristig nicht vermehren können.

  • Der große Crash kommt nicht

Manche befinden sich seit Jahren in einer Art „Schockstarre“. Sie treffen niemals eine Entscheidung, weil sie Angst haben, es könnte die falsche sein. Diese Menschen gehen immer vom Schlimmsten aus. Natürlich führt eine wahnsinnig gewordene Politik die Welt immer wieder an den Rand des Abgrundes, aber die Welt wird nicht untergehen – das ist physikalisch unmöglich. Natürlich wird es immer wieder Verwerfungen, Pleiten, Pech und Pannen geben, aber die Menschheit wird sich weiterentwickeln und die Erde wird sich weiter drehen. Und nach einem Crash sind immer die gleichen Figuren an der Macht, wie vorher. Deshalb: Keine Sorge – das Spiel funktioniert.

  • Timingrisiko streuen

Aktienkurse oszillieren um die echten Unternehmenswerte. Das heißt die Kurse sind manchmal zu teuer und manchmal zu billig. Nichtmal Profis können sagen, wann und wie sehr dies der Fall ist. Auf Sicht einiger Stunden, Tage und manchmal Wochen scheinen Aktienkurse gaga zu verlaufen. Das scheint nicht nur so, sondern das ist auch so! Aktien entwickeln sich erst langfristig (10 Jahre plus X) einigermaßen rational. In kürzeren Zeiträumen veranstalten sie ein Affentheater. Weil niemand weiß, wann der perfekte Zeitpunkt zum Ein- oder Ausstieg ist, sollte man das Timingrisiko streuen. Man kann den Ein- oder Ausstieg wunderbar mit monatlich gleichbleibenden Beträgen gestalten.


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Wie das Internet die Inflation verhindert

Es gibt aktuell keine messbare Inflation. Als Grund wird meist die lahmende Konjunktur genannt. Doch an einen bestimmten volkswirtschaftlichen Faktor denken die wenigsten: Das Internet.

Inflation nennt man das Überangebot der Geldmenge im Verhältnis zur realen Gütermenge. Oft resultiert hieraus eine Steigerung der Verbraucherpreise. Diesen Effekt nenne ich zur Einfachung in diesem Artikel „Inflation“. Sie entsteht immer dann, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Grund hierfür kann sein, dass die Einkommen steigen oder dass Geld im Allgemeinen billig zu haben ist. Inflation, aber auch Deflation, sind Ventile, die eventuell vorhandene Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage regulieren.

Notenbanken versuchen, bislang ohne Erfolg, durch irre Gelddruckorgien die Inflation anzuheitzen. Doch die Notenbank scheint machtlos zu sein – die Preise steigen nicht. Kaum ein Gut ist knapp und viele Dinge werden tendenziell sogar immer günstiger. Zudem kann die Notenbank kein Nachfragewachstum generieren, denn gegen eine schrumpfende und alternde Bevölkerung hat sie nichts in der Hand. Wenn eines den Konsum in den letzten Jahren wesentlich verändert hat, dann ist es die Technologie.

Angefangen hat es mit Musik, Büchern und Sexspielzeug. Inzwischen kann man auch bequem Möbel oder auch Lebensmittel online bestellen. Das britische Statistikamt hat errechnet, dass die Online-Preise heute auf dem Niveau von 2005 sind – diese Preise sind also 10 Jahre lang nicht gestiegen. Unabhängig von Zinsen und der Druckerpresse fallen die Online-Preise, weil es im Internet weniger Kostentreiber gibt. Online-Händler sparen sich Kosten für Lager, Verkaufsräume, Personal und Bürokratie. Dies senkt die Preise, weil insbesondere Online-Händler in starkem Wettbewerb zueinander stehen.

Notenbanker machen heute eine Geldpolitik, die sie schon in den 1950er Jahren gemacht haben. Inzwischen hat sich die Welt aber ein bisschen verändert – das Konsumverhalten der Wirtschaftssubjekte ist nicht mehr mit dem aus 1950 vergleichbar. Das alternativlose Dogma mit „2% Inflation“ passt nicht mehr zur wirtschaftlichen Realität. Wir sollten uns überhaupt mal als Gesellschaft Gedanken darüber machen, was für eine Geldpolitik wir eigentlich wollen. Der Geldsozialismus aus den 50er-Jahren ist wirkungslos geworden – er schadet mehr, als er nützt.

Verweis: Ich habe nicht abgeschrieben, wurde aber wesentlich von diesem Artikel bei GT inspiriert.


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Inflation: Inzwischen spürt man den schwachen Euro auch an der Ladenkasse

Bei einer Währungsabwertung gibt es auch Verlierer: Die Verbraucher. Kaffee, Weizen, Zucker, Baumwolle, Benzin und auch Metalle werden teilweise deutlich teurer, obwohl die Weltmarktpreise gefallen sind.

Das Phänomen ist nicht neu und unter Volkswirten als „importierte Inflation“ bekannt. Während Großkonzerne von einer schwachen Währung eher profitieren (Export), verlieren die Verbraucher effektiv Kaufkraft, weil der Außenwert ihrer Währung sinkt. Bisher hielt sich der Effekt in Grenzen, doch inzwischen spürt man den schwachen Euro auch an der Ladenkasse. Seit Mai 2014 hat der Euro gegenüber dem US-Dollar mehr als ein Fünftel an Wert verloren. Diese Entwicklung zeigt sich nun auch verteilungswirksam: Unternehmen gewinnen und Verbraucher verlieren. In Deutschland gelten mehr als 12,5 Millionen Bundesbürger als arm, rechnet der Paritätische Gesamtverband vor. Dieser Trend dürfte duch den schwachen Euro anhalten.

Verbraucher spüren den schwachen Euro nicht nur beim nächsten USA Urlaub, sondern auch ganz konkret beim Kauf von Kaffee, Textilien, Benzin oder Heizöl. Der Rückgang der Marktpreise einiger Rohstoffe kaschiert den Effekt. Beispiel Gold: In Euro kostet heute eine Unze 13,39% mehr als noch vor einem Jahr, in US-Dollar wurde sie um 10,95% günstiger. Man kann fast auf alle Rohstoffe 20-25% auf den Dollarpreis aufschlagen, dann kommt man auf den Preis in Euro. Oder in den Worten von ex-FED-Chef Alan Greenspan: Es fehlt nur noch der Funke, der die Inflation zum Explodieren bringt.

Der Öl-Preis ist (in USD) um knapp 50% gefallen. Fast die Hälfte dieses Rückgangs geht für den schwachen Euro drauf. Interessant ist auch Kaffee: Der Weltmarktpreis ist in den letzten 12 Monaten um 18% gefallen. Tschibo hat angekündigt den Preis für ein Pfund um 20 bis 30 Cent anzuheben, bei Aldi Nord verteuerte sich die Spitzenmarke von 3,99 auf 4,29 Euro. Als Begründung geben beide den gestiegenen €-Preis für Rohkaffee an. Einen ähnlichen Effekt sieht man bei Weizen, Zucker und Baumwolle und Metallen. Sogar manch ein  Smartphone wird durch den schwachen Euro teurer, wie areamobile berichtet.

Der schwache Euro hat also zwei Seiten: Ja der Export gewinnt und ja, dies sichert Arbeitsplätze und treibt den DAX auf Wolke sieben. Aber: Gehaltsempfänger, Verbraucher und Leistungsbezieher bezahlen hierfür die Rechnung. Der EZB-Geldsozialismus betreibt unter dem Vorwand „Eurorettung“ eine perverse Umverteilung von Arm zu Reich. Bisher konnten die deutschen Verbraucher die Krise noch nicht wirklich in ihrem Geldbeutel spüren, doch dies ändert sich jetzt: Wir importieren eine Inflation, weil es hierzulande eben nur wenige Rohstoffe gibt und wir diese auf den Weltmärkten in US-Dollar einkaufen müssen. „Kein Land, keine Gesellschaft und erst recht kein Währungsraum ist jemals durch billiges Geld auf Dauer zu Wohlstand gekommen. Das Gegenteil ist der Fall“, schrieb Frank Schäffler schon im September 2014.

Quellen/Verweise:


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