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Geldanlage: Ausschüttung nicht mit Rendite verwechseln

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie scheinen sehr viele Menschen darauf zu stehen, wenn ihnen jemand Geld überweist. Sogar wenn sie es selbst sind.

In Zeiten mickriger Zinsen und schwieriger Märkte müssen sich Verkaufsprofis stets etwas neues einfallen lassen. Der neuste Trend schielt auf die Ausschüttungen. Finanzinstrumente sollen regelmäßig Beträge an die Anlegenden auskehren. Bekannte Vertreter dieser Spezies sind Aktienfonds, die eine Dividendenstrategie fahren, aber auch Immobilien- und Obligationenfonds blasen nun in dieses Horn. Bitte nicht falsch verstehen: Ausschüttungen können immer dann sinnvoll sein, wenn die Anlegenden den Cashflow brauchen (z.B. Stiftungen). Aber wie ist es bei privaten Sparenden? Sind diese Leute auf die paar Rappen angewiesen?

Viele Investmentfonds haben schon immer thesauriert, oder die Ausschüttungen in neue Anteile angelegt. Nun werden Sparende davon überzeugt, die Ausschüttungen in bar zu bekommen. „Dann kann man den Erfolg besser sehen“, heißt es. Einige Fonds versprechen sogar „stabile“ Ausschüttungen, obwohl die Wertpapierkurse innerhalb der Fonds gewissen Schwankungen unterliegen. Dies geht natürlich nur dann, wenn der Fonds Substanz auskehrt. Die Anlegenden überweisen sich dann ihr eigenes Geld und halten es für Rendite. Die Kurse der Finanzinstrumente sinken um den Betrag der Ausschüttung. So hat man zwar mehr Geld auf dem Konto, aber weniger im Depot.

Zum Thema: Hohe Dividendenrendite als Warnzeichen


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liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Im Check: Friedrich & Weik Wertefonds

Die Autoren von „Der größte Raubzug der Geschichte“, „Der Crash ist die Lösung“ und „Kapitalfehler“ machen es wie Dirk Müller oder auch Max Otte: Sie haben nun ihren eigenen Fonds. Die Zeichnungsphase läuft bereits seit 06.12.2016. Ab dem 02.01.2017 soll der Fonds auch über die Börse Stuttgart erhältlich sein.

wertefonds

Der sog. Wertefonds ist ein Mischfonds, der auf Beschränkungen bei den Anlageklassen fast komplett verzichtet. Es soll überwiegend in Edelmetalle (z.B. Gold, Silber und Diamanten), Aktien sowie Immobilien investiert werden. Beim Thema Immobilien werden den Anlegenden auch Sondertemen wie Wald oder Ackerland versprochen. Hinsichtlich der Wertentwicklung gibt es kein genaues Renditeziel. Die Wertentwicklung soll „gleichmäßig“ und „kaufkrafterhaltend“ sein, heißt es in den wesentlichen Anlegerinformationen. Der Fonds hat sich selbst auch mindestens drei Dinge verboten: Staatsanleihen, Wertpapierleihe und Nahrungsmittel.  Es wird empfohlen, den Fonds „5 Jahre plus X“ halten zu wollen, wenn man ihn kauft.

Im Werbematerial wird der Fonds als „Deutschlands erster offener Sachwertfonds“ bezeichnet. Das stimmt natürlich nicht. Es ist EIN Sachwerte Fonds, aber sicher nicht der erste. Ich könnte ad hoc 50 Fonds nennen, die es schon vorher gab. Trotzdem ist dieser Fonds neuartig. Es sollen keine Staatsanleihen gekauft werden und der Cashbestand soll scheinbar in bar (im Tresor) gehalten werden. Investierende, die in diesem Konzept eine krisenresistente Vermögenssicherung sehen, könnten geneigt sein, an dem Fonds gefallen zu finden. Eine Besonderheit ist, dass viele Assets physisch gehalten werden sollen. Das gibts zwar am Markt auch schon, ist aber eher selten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fonds kein Girokonto haben wird. In der Praxis werden die Manager auch immer ein bisschen Buchgeld brauchen.

Die Cash-Quote kann bis zu 100 Prozent betragen und soll bei Rückschlägen zum antizyklischen Nachkauf genutzt werden. Friedrich & Weik sind die Initiatioren des Fonds und haben eher eine beratende Funktion. Tatsächlich verwaltet werden die Assets von einem Team aus Experten. Innerhalb ihrer jeweiligen Mandate betreiben die Fondsmanager durch die Steuerung der Investitionsquote sowie temporär eingesetzter Absicherungsinstrumente ein eigenes aktives Risikomanagement. In der Startallokation ist eine Aktienquote von 50% vorgesehen (20% davon Goldminenaktien). Die Volatilität des Fondspreises dürfte sich daher im Bereich eines offensiven Mischfonds bewegen.

Ist der Wertefonds gut? Vielleicht!, … das zeigt sich nach 1-2 Jahren. Man wird die Qualität des Fonds erst dann beurteilen können. Bis dahin kauft man nur eine Story – eine Idee. Für mich persönlich ist das ein Kandidat für die Watchlist. Besonders revolutionär oder innovativ ist der Fonds nicht. Andererseits soll der Wertefonds in Assets investieren, die es zum Teil seit Jahrtausenden gibt. Vielleicht soll der Fonds ja garnicht revolutionär oder innovativ sein, sondern einfach krisensicher und werterhaltend. Auf der Website der beiden Initiatoren findet man viele Infos, die man benötigt um festzustellen ob dieses Finanzinstrument geeignet für einen ist.

Wichtig: Mit dem hier vorliegenden Posting kann und wird NIEMAND eine Anlageentscheidung treffen können. Dieser Text ist weder eine Beratung noch eine Empfehlung. Der Kauf von Finanzinstrumenten erfordert Angemessenheit, Geeignetheit und eine ausführliche Beratung bzw. den ausdrücklichen Verzicht auf Beratung seitens des Anlegers. Marktpreise können und werden fallen, steigen oder gleich bleiben.

Zum weiterlesen:


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BaFin lässt Bonitätsanleihen weiterhin zu

Verbraucherschützende glühen vor Wut. Weil die Zertifikaterbranche Zugeständnisse bei Bonitätsanleihen macht, zieht die Bafin das geplante Verbot vorerst zurück. Die „Credit Linked Note“ kann bleiben – aber mit verschärften Regeln.

bonianleihenSo geht´s: Investierende leihen einer Bank Geld und bekommen hierfür Zinsen. Die Rückzahlung richtet sich nach der Zahlungsfähigkeit eines Drittschuldners. Hierfür bekommen die Anlegenden einen Zinsaufschlag. Bei einer Bonitätsanleihe hat man sinngemäß zwei Schuldner: Die Bank und einen Drittschuldner. Daher sind die Zinsen regelmäßig etwas höher im Vergleich zu klassischen Unternehmensanleihen. Fällt der Drittschuldner aus, ist die Bonitätsanleihe ist Gefahr.

Hintergrund des BaFin-Sinneswandels ist eine Selbstverpflichtung, die sich  Emittenten von Bonitätsanleihen und die vertreibenden Banken auferlegt haben. Dabei sind diese Papiere bei Anlegenden sehr beliebt: Derzeit halten Privatanlegende Bonitätsanleihen im Volumen von 6 Milliarden Euro. Künftig soll es ein Mindestrating (Investment Grade) geben. Auch soll der Drittschuldner börsennotiert sein. Außerdem sollen sich die Credit Linked Notes künftig nur auf einen Schuldner und nicht mehrere Schuldner beziehen. Die Mindeststückelung soll 10.000 € betragen.

Mit den Inhalten der Selbstverpflichtung können Bonitätsanleihen ein sinnvolles Finanzinstrument sein. Es handelt sich um keine „bösen Papiere“, sondern um, je nach Rating der Drittschuldner, tendenziell sicherheitsorientierte Zinsanlagen. Wer an die Bonität von beispielsweise Daimler, BASF, Bayer, Allianz, Post, Telekom oder einigen anderen höherboniblen Großkonzernen glaubt, kann mit dieser Anlageform einen kleinen Zinsaufschlag kassieren. Wichtig ist, wie bei allen anderen Finanzprodukten auch, dass die Beratung qualitativ abläuft.

Wie werden diese Produkte konstruiert und wie funktionieren sie technisch? Hierzu steht alles auf Wikipedia. Anders als die ebenfalls unter Kritik stehenden CFDs, sind Bonitätsanleihen keine Zockerpapiere. Muss ein Privatanlegender wissen, wie CLNs technisch gebaut werden? Nein! Autokaufende lassen sich im Autohaus ja auch nicht jede Schraube erklären. Ob und wie ein Finanzinstrument geeignet und angemessen ist, können Anlegende mit ihrem Beratenden im persönlichen Gespräch klären und protokollieren. Mündige Verbrauchende können selbst entscheiden.


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Wir stellen fest: Risiken sind mit Unsicherheiten verbunden – auch im postfaktischen Zeitalter

Wenn wir in 2016 eines gelernt haben, dann dass die Stimmung an den Börsen unberechenbar ist. Der große Crash kam nicht, die Aktienmärkte triumphieren und die meisten Analysten tappen im Dunkeln wie ahnungslose Amateure.

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Erinnert sich noch jemand an den Jahresbeginn 2016? Analysten sprachen von einem „Fehlstart an den Aktienmärkten“. An den chinesischen Märkten kam es sogar zu Handelsunterbrechungen. Schuld waren Zweifel an der chinesischen Wirtschaft. Der DAX stand im Tief bei 8.752 Punkten und konnte sich bis heute auf über 11.000 Punkte verbessern. Der US-amerikanische DowJones jagt inzwischen von einem Rekordhoch zum nächsten. Die Lage in China hat sich unterdessen nicht mal ein kleines bisschen verändert.

Nach dem Fehlstart folgt die Brexit-Panik. Monatelang nervten uns EUzi-Verschwörungstheoretiker in den elitären Medien vor den Folgen eines Brexits. Manch einer dachte sogar, die Briten würden aus dem Euro austreten (den sie ja niemals hatten). Am Brexit-Day brach der DAX zeitweise um 10% ein. Am Ende des Tages lag das Minus noch bei 6,8%. Während der Chinasorgen am Jahresanfang stand der DAX tiefer. Bereits Anfang Juli notierte das Barometer wieder über dem Vor-Brexit-Niveau.

Richtig lustig war dann noch die Trump-Wahl. Erst sagten die Analysten, „er wird es nicht“ und wenn er es wird, „dann crashen die Märkte“. Dann wurde er es und die Märkte triumphieren. Zu den Gewinnern gehören beispielsweise Bankaktien. Noch im September verbreiten Analysten Panik rund um die Deutsche Bank. Seit ihrem Tief am 27.09.2016 konnte man mit der Aktie knapp 80% verdienen. Risiken sind eben doch mit Unsicherheiten verbunden und Propheten können sich irren. Das war schon immer so und ist für freie Märkte auch gut so.

Sozialistisch angehauchte Journalisten haben stets den Hang dazu, die Märkte zu planen und zu berechnen. Dabei vertrauen sie auf sympathische Analysten, die ihnen die passende Meinung liefern. Dies gipfelt sehr oft in Panikmache und wilden Verschwörungstheorien. Am Ende des Jahres 2016 steht eines fest: Wagnisse können Renditen erzeugen. So war es schon immer. Aber das wollen die Menschen nicht hören! Die meisten wollen lesen, dass der große Knall kommt, aber er kommt nicht. Noch nicht. Noch lange nicht.

Wilkommen im postfaktischen Zeitalter: Journalisten, Analysten und sog. „Experten“ verkaufen ihre Meinung als absolute Wahrheit. Wenn sie dann von der Realität widerlegt werden, juckt das niemanden.

Lesetipps:


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Trump-Hausse könnte ein Strohfeuer sein

Erst runter, dann hoch und dann wieder runter und dann wieder hoch! Inzwischen sieht der breite Aktienmarkt ziemlich gut aus, doch der Schein könnte trügen. Die folgenden 4 Gründe sprechen für ein Strohfeuer.

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  • Die Zinsen

Die Zinsstrukturkurve ist steiler geworden. Das heißt die kurzfristigen Zinsen sind noch immer negativ, während die langfristigen Anleihen wieder etwas besser rentieren. Der Aktienmarkt dürfte mit den gefallenen Anleihenkursen korrelieren. Viele Staatshaushalte können steigende Zinsen nicht verkraften.

  • Die Bankaktien

In Erwartung einer heftigen Trumpflation wurde die Zinsstruktur steiler, was Banken generell gut gefällt. Banken können nun wieder durch die Fristentransformation Geld verdienen: Sie nehmen kurzes Geld auf und verleihen es langfristig. Aber: Erhöht die FED bald den Leitzins (kurzer Zins!) dann ist die Differenz erstmal wieder weg.

  • Öl

Die OPEC hat ihre Fördermengen bekannt gegeben. Die Öl-Preise rauschen heftig in den Keller. Auch dies spricht gegen eine Trumpflation. Zudem sahen viele ein billiges Öl als negativen Faktor für die Märkte. Auch andere Rohstoffe (z.B. Metalle) sind seit gestern wieder unter Druck.

  • Die USA schlittert in die Rezession

Einige kühle Rechner von der Wall Street meinen, egal wer Präsident wird, die nächste Rezession in den USA wird ohnehin bald beginnen. Nach acht Jahren Aufschwung sei das eben der normale Zyklus.


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Deshalb gehört Gold in jedes Portfolio

Viele Anlegende setzen nur auf Zinspapiere und unternehmerische Beteiligungen, wie beispielsweise Aktien. Grund hierfür könnten regelmäßige Ausschüttungen sein, die bei Investierenden sehr beliebt sind. Aus Gesichtspunkten der Diversifikation sollte jedoch eines nicht fehlen: Gold.

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Entwickeln sich Anlageklassen im Gleichlauf, dann spricht man technisch von einer positiven Korrelation. Ein reines Aktiendepot kann man zwar über viele Branchen, Länder und Wirtschaftsräume streuen, allerdings haben die meisten Aktienmärkte zueinander eine positive Korrelation. Insbesondere bei Eintritt systemischer Risiken fallen alle Aktien; egal wie breit sie gestreut sind. Neu ist, dass selbst Anleihen zum Aktienmarkt eine positive Korrelation aufweisen.

Schaut man sich Zinsen und Aktien zwischen 1983 und 2016 an, dann stellt man fest, dass die Entwicklung der Anleihen immer dann positiv zum Aktienmarkt korrelierte, wenn die Zinen gerade niedrig waren. Bei Zinssätzen von 0% bis 4% sehen wir beim S&P 500 und auch beim MSCI Europe einen hohen Gleichlauf zu Anleihenkursen. Bleiben diese Beziehungen in der Zukunft bestehen, dann dürfte jeder Zinsanstieg zu fallenden Kursen bei Anleihen und bei Aktien führen! Ein scheinbar diversifiziertes Portfolio wäre dann mit ausschließlich Aktien und Anleihen nicht ausreichend gestreut.

Schauen wir auf Gold: Das gelbe Edelmetall korreliert (wenig überraschend) positiv zu Silber und anderen Metallen aber negativ zu Aktien und somit in der derzeitigen Zinssituation auch zu Anleihen. Besonders negativ ist die Korrelation von Gold zu Ramschanleihen (wen wundert´s?). Das Halten von Gold im Portfolio ist in letzter Konsequenz auch eine Versicherung gegen Systemrisiken, deren Wahrscheinlichkeit als gering gilt. Daher empfehlen viele Banken einen Portfolioanteil für Gold in Höhe von 5% bis 10%.

Gold ist, wie jede andere Anlageklasse auch, nicht frei von Risiken. Zudem haben Anlegende die Qual der Wahl: Kauft man es physisch oder als Partizipationszertifikat? Für den echten Goldklumpen spricht die Steuer, denn der gierige Staat kann dann keine Abgeltungsteuer einfordern. Physische Edelmetalle werden als private Veräußerungsgeschäfte behandelt. Auf der Contraseite stehen Lagerkosten und das Verwahrrisiko. Auch dürften die Kosten (z.B. Spanne zwischen An- und Verkauf), insbesondere bei kleinen Stückelungen, bei physischen Metallen höher sein als bei Zertifikaten.


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Soll man jetzt griechische Aktien kaufen?

Der berühmte Nobelpreisträger Shiller rät zu griechischen Aktien. Die Kurse griechischer Aktien seien «niedriger als alles, was ich in den USA jemals gesehen habe. Das spricht für ein spektakuläres Investment», so Shiller auf einer Veranstaltung der Barclays in London. Aber da war doch noch diese alte Börsenweisheit, „Never catch a falling knife“, oder?

Shiller hat natürlich Recht. Manchmal kommt es am Markt zu Überreaktionen. Preise können hierbei „zu tief“ oder „zu hoch“ sein. Eine Aktie der Volkswagen AG kostete kurz nach dem Skandal etwas mehr als 92€, heute steht sie knapp unter 120€, obwohl der Skandal noch läuft. Es kann Sinn machen, dann zu kaufen, wenn alle anderen verkaufen. Hierzu bedarf es Mut und konsequentes Vorgehen. Auch muss man sich sicher sein, dass eine Überreaktion der Marktteilnehmer vorliegt, ansonsten greift man tatsächlich ins fallende Messer.

Schaut man sich den Aktienkurs von zum Beispiel bestimmten Banken an, dann hätte man schon mehrfach denken können, dass es „nicht mehr billiger wird“. Doch manchmal kommt es anders. Unternehmen oder Volkswirtschaften, deren Existenz bedroht ist, werden keine Rendite bringen. Ihre Preise sind mit großer Sicherheit korrekt. Eine Überreaktion liegt oftmals dann vor, wenn die Investierenden panisch von Medien, Hetze, Stimmungen, Politik oder aufgrund des Herdentriebs zu einer Handlung verleitet werden.

Anfang 2015 eskalierte die Ukraine-Krise. Damals konnte man russische Staatsanleihen zu 78% des Nennwertes kaufen und strich seither 7,50% Zinsen ein. Heute steht die Anleihe bei 98%. Obwohl der Rubel in der Zeit etwas abgewertet hat, haben die Anlegenden (in CHF oder EUR) ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Hier hat es sich also gelohnt! Anders bei vielen Anleihen von zum Beispiel „nachhaltigen und ökoligischen“ Mittelständlern, die immer wieder in die Insolvenz gehen.

Das fallende Messer zu fangen kann sich durchaus lohnen. Man muss aber mutig sein und immer damit rechnen, dass das Messer noch einige Zeit weiter fallen wird. Ein heftiger Preisrückgang geschieht ja nicht grundlos. Dennoch kann man sich auf Crashtage freuen, um Schnäppchen zu machen. „Fishing from the Bottom“ lohnte übrigens auch bei griechischen Staatsanleihen. Die 2017 fälligen Papiere stiegen von 62% im Sommer 2015 auf aktuell 98%. Der griechische Aktienmarkt, gemessen am ATHEX, tendiert hingegen nahe seines 10-Jahres-Tiefs. Ob das nun Kaufkurse sind, wird sich zeigen.


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