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Griechenland soll etwas machen, was ansonsten kaum ein Staat schafft

„Griechenland soll seine Schulden bis 2080 abstottern“, melden heute morgen die Medien. Neukonservative Nationanalisten freuen sich: Endlich darf Griecheland nicht mehr über seine Verhältnisse leben! Oder doch nicht?

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Griechenland soll also seine Kredite bis 2080 getilgt haben. Damit wäre Griechenland das erste Industrieland, welches seine Schulden komplett getilgt hätte. Damit dies klappt, starten die linksradikalen Euronazis einen nie dagewesenen Raubzug gegen die Bevölkerung. Das perverse ist die Heuchlerei. Merkeldeutschland verlangt von Athen, „nicht mehr auszugeben, als man einnimmt“. Und warum bitte haben die teutschen Landen 2.202 Milliarden Euro Schulden? Hätte man immer nur das ausgegeben, was man einnahm, dann gäbe es diese Schulden nicht. Allein seit dem Merkelismus in 2005 stieg der deutsche Schuldenstand um über 600 Mrd. Euro an.

Getoppt wird das ganze noch von den USA. Obama hat es in 8 Jahren geschafft, mehr Schulden zu machen als alle 44 Präsidenten zusammen vor ihm. Mehrfach stand die USA kurz vor dem sog. „Shutdown„, einmal war er sogar da. Die USA steht mit knapp 20 Billionen USD in der Kreide. Alleine der Zuwachs seit Obama entspricht 31 mal dem griechischen Schuldenberg. Warum muss die USA nicht bis 2080 alles tilgen? Die obige Grafik zeigt ganz schön, wer auf dieser Erde besonders verschuldet ist. Staatsschulden gehören zum System. Wer sie abschafft, schafft das Geld ab. Griechenland wird seine Schulden niemals tilgen können. Nicht weil die Griechen faul oder dumm sind, sondern weil das KEINER der Staaten kann. Schuldentilgung ist im Schuldgeldsystem nicht vorgesehen.


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liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

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WachstumsWAHN & SchuldenWAHN: Sind wir alle WAHNsinnig?

Unter dem Begriff Wahn versteht man in der Psychiatrie eine inhaltliche Denkstörung. Der Wahn ist eine inhaltlich falsche, die Lebensführung behindernde Überzeugung, an der der Patient trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festhält. Wachstum bezeichnet die Zunahme einer bestimmten Messgröße im Zeitverlauf. Somit übertreibe ich nicht, wenn ich die aktuell gültigen politischen Denkweise als „Wahnsinn“ bezeichne.

Unter Wirtschaftswachstum wird der Zuwachs des BIP (Bruttoinlandsprodukts), also der Summe der Preise der in einer Volkswirtschaft produzierten ökonomischen Güter (Waren und Dienstleistungen), innerhalb eines Jahres verstanden. Politisch gesehen ist „Wachstum“ immer dann gegeben, wenn das BIP zunimmt. Dies muss es zwingend tun um die wachsende Schuldenlast zu tragen. Je mehr Schulden eine Volkswirtschaft hat, desto mehr Wachstum benötigt sie um aus diese Last zu bewältigen. Stellt man sich dies grafisch vor , dann sieht man eine exponentielle Kurve: Bei einem Geldmengenwachstum = Schuldenwachstum) von „nur“ 5% pro Jahr benötigen wir ebenfalls 5% BIP Wachstum pro Jahr um nicht pleite zu gehen. Der Wohlstand würde sich in diesem Szenario noch nicht mehren, denn die „Mehrproduktion“ würde komplett in den exponentiell wachsenden Schuldendienst fließen. Dies ist auch die innere Bedeutung des Wahlslogans „Sozial ist was Wachstum schafft“. Ohne reales Wachstum hätten wir einen Rückgang des Wohlstandes, sofern der Sozialstaat nicht in der Lage ist diesen Rückgang durch neue Schulden abzufedern. Diese neuen Schulden bedürfen allerdings ein noch höheres Wachstum in der Zukunft. Ein Teufelskreis mit einer Ursache namens „Geld- und Schuldensystem“.

Wo kommt dieser Wahnsinn her? Denken wir zurück an das Jahr Null. Gott schuf die Erde und dann die Zentralbank (im Jahr 1914). Diese druckte Geld (Betrag X) und verlieh es an die Volkswirtschaft. Nach einem Jahr hatten manche Leute mehr und andere weniger Geld. In Summe gab es immer noch den Betrag X. Nun will die Zentralbank das verliehene Geld wieder zurück; allerdings mit Zinsen. Nun gehen irgendwelche Wirtschaftssubjekte (z.B. Menschen) pleite, oder sie nehmen einen Kredit auf. Alternativ können sich die Menschen ab dem Jahr 1 als Staat zusammen tun und sich kollektiv verschulden. Der Vorteil wäre dann der, dass sie den Kredit auch gemeinsam tilgen können. Die Unlösbarkeit dieser Situation besteht nun darin, dass das Geld für die Zinsen niemals vorhanden ist. Es müssen stets neue Schulden aufgenommen werden. Die Schulden wachsen dabei exponentiell, denn auch Zinsen kosten Zinsen und mehr Zinsen kosten noch mehr Zinsen. Der scheinbar einzige Ausweg laut aktueller Polit-Propaganda: „Wachstum, Wachstum, Wachstum!“. Der pure Wahnsinn.

Europäische Volkswirtschaften dürfen sich bis zu 60% des BIP verschulden. Zudem darf die jährliche Neuverschuldung 3% des BIPs ausmachen. Wenn ein Staat beispielsweise ein BIP Wachstum hatte, die Schulden aber gleich blieben, dann entsteht ein sogenannter „Spielraum“. Die Diskussion über die Verwendung dieses Spielraums füllt dann ganze Talkshows. Die Wahnsinnigen diskutieren über den Wahnsinn; Was für ein Wahnsinn! Durch den exponentiellen Zuwachs der Schulden muss auch das BIP exponentiell wachsen. Nur so kann der Wohlstand in seiner gewünschten Maßgeblichkeit weiter existieren. Wenn wir bei 5% Inflation und 5% Zinsen (incl. Zinseszinsen) unseren Wohlstand nur halten wollen, dann müssten wir das BIP alle 10 Jahre verdoppeln, denn die Schulden würden sich auch verdoppeln, weil wir ja nicht auf Wohlstand verzichten und die Zinseszinsen immer als neue Schulden verbucht werden. Eine Verdoppelung des BIP in 10 Jahren wäre durch den technischen Fortschritt sehr gut machbar, die Vervierfachung in 20 wäre eventuell noch zu stemmen. In 30 Jahren wäre es allerdings schon das achtfache und in 40 Jahren das 16-fache. In den letzten Jahrzehnten hatte dies geklappt, denn es gab nach den Kriegen sehr viel aufzubauen. Zu sehen ist dieses „Wachstum“ auch an der Entwicklung der deutschen Staatsschulden seit den 50er-Jahren (siehe Bild). In 60 Jahren müssten wir ein 64-faches BIP haben als heute. Lasten wir unseren nachfolgenden Generationen hierbei nicht ein bisschen viel an?

BIP, Schulden und Wohlstand bilden quasi einen Teufelskreis. Ausgelöst durch das Zentralbankensystem, das Anfang des letzten Jahrhunderts installiert wurde. Mehr Schulden verlangt mehr BIP-Wachstum. Die Überschuldung der Staaten zwingt sie in den Wachstumswahn! Hierbei muss man auch kritisch sehen was alles in das BIP mit eingerechnet wird: Pflegekosten, Medizin, Pharma, Rüstung, Umweltzerstörung, GEZ, Gema, Kriege und viele andere Dinge, die zwar Geld kosten aber keinerlei Wohlstand bringen. Die genannten Dinge und vieles mehr werden wir in Zukunft brauchen um das BIP zu steigern, welches benötigt wird um die Schuldenberge „zu unterlegen“. Der pure Wahnsinn. Wären die Deutschen im Schnitt 50% gesünder als sie es sind., dann gäbe es eine Wirtschaftskrise, denn das BIP würde um mehrere Prozentpunkte fallen. Die Pharma- und Gesundheitsindustrie ist ein großer Bestandteil des BIP. Würde die USA nicht alle 10 Jahre einen neuen Krieg anzetteln, dann wären sie per sofort pleite, denn das Verhältnis „Schulden zu BIP“ würde rapide in die Höhe schießen. „Wachstum, Wachstum, Wachstum“, dies wird als die heilige Lösung aller Probleme gesehen. Ich sehe es andersrum: Nicht Wachstum ist das Problem, sondern seine Notwendigkeit. Es gibt aktuell keine im Bundestag vertretene Partei, die nicht dem WachstumsWAHN unterliegt. Wenn wir bald wieder wählen, dann ändern sich nur die Farben aber nicht die Politik.  Die Wahnsinnigen legitimieren ein wahnsinniges Wahn-System.

Man muss sich klar machen, dass Kapitalismus und Sozialismus  zwei Seiten der selben Medaille sind. Das was wir aktuell als Kapitalismus bezeichen ist etwas anderes, es ist eine Kapitalplanwirtschaft, denn „Preis und Menge eines Gutes werden von einer zentralen Stelle vorgegeben“. Die alles bestimmenden Güter nennen sich Geld und die zentrale Stelle ist die Zentralbank – unser Geld funktioniert also planwirtschaftlich. Ob es nun das Geld oder die Gütermärkte sind, die planwirtschaftlich laufen, ist nur noch reine Geschmacksache. Beide Systeme sind nicht freiheitlich. Im Kapitalismus werden Menschen durch andere Menschen ausgebeutet, im Sozialismus ist es genau umgekehrt.

PS: Ich beschreibe hier im Posting ein Problem, biete aber keine Lösung an. Das tut mir natürlich leid. Wichtig wäre es trotzdem, dass die breite Masse zunächstmal das Problem erkennt.

Dieser Artikel ist vom 25.01.2012 und erschien im Archiv.


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