Schlagwort-Archive: Systemkrise

Deshalb gehört Gold in jedes Portfolio

Viele Anlegende setzen nur auf Zinspapiere und unternehmerische Beteiligungen, wie beispielsweise Aktien. Grund hierfür könnten regelmäßige Ausschüttungen sein, die bei Investierenden sehr beliebt sind. Aus Gesichtspunkten der Diversifikation sollte jedoch eines nicht fehlen: Gold.

gold-bullion

Entwickeln sich Anlageklassen im Gleichlauf, dann spricht man technisch von einer positiven Korrelation. Ein reines Aktiendepot kann man zwar über viele Branchen, Länder und Wirtschaftsräume streuen, allerdings haben die meisten Aktienmärkte zueinander eine positive Korrelation. Insbesondere bei Eintritt systemischer Risiken fallen alle Aktien; egal wie breit sie gestreut sind. Neu ist, dass selbst Anleihen zum Aktienmarkt eine positive Korrelation aufweisen.

Schaut man sich Zinsen und Aktien zwischen 1983 und 2016 an, dann stellt man fest, dass die Entwicklung der Anleihen immer dann positiv zum Aktienmarkt korrelierte, wenn die Zinen gerade niedrig waren. Bei Zinssätzen von 0% bis 4% sehen wir beim S&P 500 und auch beim MSCI Europe einen hohen Gleichlauf zu Anleihenkursen. Bleiben diese Beziehungen in der Zukunft bestehen, dann dürfte jeder Zinsanstieg zu fallenden Kursen bei Anleihen und bei Aktien führen! Ein scheinbar diversifiziertes Portfolio wäre dann mit ausschließlich Aktien und Anleihen nicht ausreichend gestreut.

Schauen wir auf Gold: Das gelbe Edelmetall korreliert (wenig überraschend) positiv zu Silber und anderen Metallen aber negativ zu Aktien und somit in der derzeitigen Zinssituation auch zu Anleihen. Besonders negativ ist die Korrelation von Gold zu Ramschanleihen (wen wundert´s?). Das Halten von Gold im Portfolio ist in letzter Konsequenz auch eine Versicherung gegen Systemrisiken, deren Wahrscheinlichkeit als gering gilt. Daher empfehlen viele Banken einen Portfolioanteil für Gold in Höhe von 5% bis 10%.

Gold ist, wie jede andere Anlageklasse auch, nicht frei von Risiken. Zudem haben Anlegende die Qual der Wahl: Kauft man es physisch oder als Partizipationszertifikat? Für den echten Goldklumpen spricht die Steuer, denn der gierige Staat kann dann keine Abgeltungsteuer einfordern. Physische Edelmetalle werden als private Veräußerungsgeschäfte behandelt. Auf der Contraseite stehen Lagerkosten und das Verwahrrisiko. Auch dürften die Kosten (z.B. Spanne zwischen An- und Verkauf), insbesondere bei kleinen Stückelungen, bei physischen Metallen höher sein als bei Zertifikaten.


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Schlinge um Venezuela zieht sich zu

Es war ein unmoralisches Angebot der verstaatlichten venezolanischen Ölgesellschaft: Man wollte die in 2017 fälligen USD-Kredite gegen Zinsaufschlag bis 2020 verlängern. Dieses Angebot stoß (mal wieder) auf wenig Interesse bei den Gläubigern. Die Gefahr eines Zahlungsausfalls des Landes steigt.

venezuela

Dabei ist die Ölgesellschaft inwischen fast die einzige Devisenquelle des auch von deutschen Linken gefeierten „Sozialismus des 21. Jahrhunderts„. Die Exporte Venezuelas bestehen zu 95% aus Öl und Gas. Bislang konnten die Sozialisten in Venezuela immer auf China bauen, denn die Volksrepublik gewährte stets Kredite gegen Öllieferungen. Doch auch die Chinesen haben kein Geld zu verschenken und könnten ihre Politik bald überdenken.

Wegen des Ölpreiszerfalls, der sozialistischen Eliminierung der Privatwirtschaft und fehlender Investitionen in die Infrastruktur steht Venezuela in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen der desolaten Versorgungslage liegt die Inflation inzwischen bei über 100%. Wie in vergangenen sozialistischen Systemen auch, gehören die Menschen zu den Opfern. Es fehlt an allem.

Im Falle eines Defauls sollte Venezuela kein systemisches Risiko für die Weltwirtschaft darstellen, weil die Sozialisten in keiner wesentlichen Wertschöpfungskette internationaler Märkte eingebunden sind. Natürlich wird die Opposition noch von den herrschenen Kommunisten unterdrückt, doch lange dürfte sich die Regierung nicht mehr halten. Die Gewaltpotenziale in der venezulanischen Gesellschaft sind sehr hoch. Die Bevölkerung ist ziemlich gut bewaffnet.

Sozialistische Beobachter sehen einen USA-Komplott. Sie stellen die Verschwörungstheorie auf, dass die USA hinter allem Übel stecke. Als einzigen Beleg hierfür nennen die Populisten, dass ab und zu US-Aufklärungsflugzeuge im venezulanischen Luftraum zu sehen seien. Man möchte sich einfach nicht eingestehen, dass schon wieder ein linksradikaler Staat gescheitert ist und den Menschen tiefe Armut bringt.  Maximale Freiheit wäre der beste Weg, um Armut zu bekämpfen!

Bisher sind alle Formen des Sozialismus gescheitet. Der NationalSOZIALISMUS, der sog. RealSOZIALISMUS, der KontinentalSOZIALISMUS (Eurozone, EU) und schließlich auch der GeldSOZIALISMUS. Trotzdem erfreut sich der aufkeimende Neosozialismus einer immer größeren Beliebtheit. Die Menschen rufen nach dem starken Muttistaat, der sie bevormunden soll.


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Enteignung der Sparer: Dieser Chart zeigt, dass nicht der Euro das Problem ist

Die Deutschen haben ein neues Feindbild: Mario Draghi. Er soll für die „Enteignung der Sparer“ verantwortlich sein. Draghi steht für den Euro und eine ultralockere Geldpolitik. Kritik gegen ihn kommt nicht nur von der AfD, sondern hauptsächlich auch aus den Reihen der Merkelparteien.

chart_all_umlaufrenditedeoeffentlichehandDie EZB reagiert mit dem Nullzins auf die schwache wirtschaftliche Lage. Kapitalerträge hängen von guten wirtschaftlichen Entwicklungen ab und für die sind andere verantwortlich. Beim Thema Null- und Negativzins wird immer wieder eines vergessen: Die Zinsen fallen nicht erst seit Mario Draghi. Der durchschnittliche Zins von risikoarmen Anleihen wird in der sog. Umlaufrendite gemessen und seit Jahrzehnten von der Bundesbank veröffentlicht. Im Zeitraum zwischen November 1964 und November 2014 betrug die Durchschnittsrendite 6,1 %. Der Höchststand war mit 11,2 % im August 1981. Seit Seit Juni 2016 ist die Umlaufrendite negativ.

Wie man im Verlauf gut sehen kann, fällt die Umlaufrendite nicht erst seit dem Euro oder seit Mario Draghi. Es gab zwar immer wieder Aufs und Abs, doch ein Trend ist eindeutig erkennbar. Der Zins fällt seit den 1970er Jahren. Die Ursachen sind nicht kurzsichtig im Euro zu suchen. Wir sollten aufhören Personen wie Draghi dafür verantwortlich zu machen. Draghi ist nur eine Schachfigur; mehr nicht. Was man hier sieht ist eine Form von Inflation. Man kann sie nicht mit den Verbraucherpreisen messen. Diese Inflation nennt man in Fachkreisen „Anleihenblase“.

Ich sehe hierbei 2 Probleme: Die fehlende Zinszahlung macht Anleihen unattraktiv und die Kursgewinne der letzten 40 Jahre können nicht nochmal kommen, außer die Renditen würden stark negativ. Im Anleihenmarkt wurde das Pulver für mehr als eine Generation verschossen. Für die Medien ist dies (noch) uninteressant, denn viele verstehen den Anleihemarkt schlicht fachlich nicht. Allein der mathematische Mechanismus, der negativen Korrelation von Rendite und Kurs, ist vielen nicht klar. Daher hetzt man lieber gegen den Euro oder schafft künstliche Feindbilder wie Mario Draghi. Das Problem ist unser Geldsystem, nicht unsere Währung.

Wenn das aktuelle System kollabiert, dann waren nicht freie Märkte daran schuld, sondern ein zentral geplanter Geldsozialismus. Auch Neosozialismus genannt.

Literatur zum Thema:


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Persönliche Krisenvorsorge wird immer wichtiger

Brüssel-Paris-Nizza-Türkei-Würzburg-München: Die Einschläge kommen immer näher. Terroranschläge, Amokläufe und Putschversuche entscheiden in nur wenigen Sekunden über Leben oder Tod.

Die Krisenvorsorge beschäftigt sich damit, den Krisenfall zu überstehen. Als wichtiges Element, das man schon im frühen Stadium der „Krise“ benötigt, zähle ich das Thema Selbstverteidigung. Der Pöbel hat Hunger – was dann?   Der Sparer merkt, dass er nur Kredite vergeben hat – was dann? Die Menschen sind in Not – was dann? Ein religiöser Spinner dreht durch – was dann? Es macht auch Sinn, Verteidigungswaffen zu besitzen. Hierbei meine ich Dinge wie Pfefferspray. Das wichtigste aber ist ein gesunder Geist und ein trainierter Körper. Alles Gold der Welt ist für mich nichts mehr wert, wenn ich meinen Körper nicht verteidigen kann. Interessant sind auch die Randnotizen aus der Türkei: Während des Putschs haben die Menschen Lebensmittelmärkte und Geldautomaten leergeräumt. Es macht zur Krisenvorsorge also auch Sinn, immer genügend Bargeld und Lebensmittel vorrätig zu haben. Es wird auch hilfreich sein, wenn man weiß, wie unsere Großeltern Krisenzeiten überstanden haben.


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Finanzkrise: Älter. Härter. Besser.

Als in 2008 die Regierungen gewaltsam ihre Bevölkerung ausraubten um mit der Beute (sog. „Steuereinahmen“)  Banken zu retten, gab es viele Kritiker. Einige bezeichneten die Bankenrettungen als Insolvenzverschleppung. „Die Pleiten werden in die Zukunft verschoben und kommen als noch größerer Bumerang zurück“, so der Tenor.

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Und nun 8 Jahre später ist sie wieder da! Sie ist Älter, Härter und Besser! In Italien tickt eine unfassbare Zeitbombe. Dagegen waren Lehman oder der Brexit der reinste Kindergeburtstag. Jeder zweite notleidende Euro in der Eurozone gehört zu einer italienischen Bank. Mithilfe der staatlichen Garantien (vielen Dank nochmal an die vertrottelten Teutschen) haben italienische Banken ihre faulen Kredite seit 2008 auf 360 Milliarden Euro vervierfacht. Das machen verbrecherische Politiker immer so: Wenn man ein Problem nicht lösen kann, dann vervierfacht man es einfach. Zur Entschärfung der Lage fordert man nun natürlich wieder frisches Geld, welches man sich gewaltsam von den Leistungsträgern ergaunert. Dann kommt in einigen Jahren „Älter. Härter. Besser. Teil 3“ in die Kinos.


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Anfang vom Ende? Immer mehr Schwellenländer lösen sich vom US-Dollar

Nach Argentinien, Nigeria, Angola, Vietnam und einigen weiteren Staaten kehrt nun auch Ägypten dem US-Dollar den Rücken zu. Die Orientierung am US-Dollar ist für viele Schwellenländer zum Auslaufmodell geworden.

Man könnte die derzeitige Situation mit der Aufhebung der Golddeckung vergleichen. Viele Schwellenländer binden ihre Währungen an den US-Dollar, damit sie stabil sind. Doch sie können es sich nicht mehr leisten und geben die Bindung auf, um eine schwächere Währung zu bekommen. In Ägypten brach die Währung zum Dollar etwa um 13 Prozent ein. Die heftigste Bewegung gab es nach der Wechselkursfreigabe im August in Kasachstan. Der kasachische Tenge verlor fast die Hälfte seines Wertes.

Auch Russland und China haben in jüngerer Vergangenheit kräftig abgewertet, was an den Finanzmärkten teilweise zu heftigen Irritationen führte. Die abwertenden Staaten verkünden gerne, dass sie diesen Schritt als Konjunkturprogramm sehen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich sollen ausländische Investoren angelockt werden. Hierzu nimmt man in Kauf, dass die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung für ausländische Waren imens an Wert verliert. Dies kann zu sozialen Unruhen und zunehmenden geopolitischen Krisenherden führen.

Die Ölexportländer im Nahen Osten sind noch immer sehr eng an den US-Dollar gebunden. Doch auch diese Bastion könnte fallen. Wie die Sache ausgeht, kann ich nicht beurteilen. Entweder es „knallt“, oder die betroffenen Staaten arbeiten eng und friedlich zusammen um ein Gegenspieler zur US-Welt zu werden. Wechselkurse sind eben keine Preise, wie man sie von anderen Gütern kennt. Ein Wechselkurs ist eher mit einem Tau vergleichbar, an dem von beiden Seiten gezogen wird. Wenn es zerreißt, liegen alle Tauzieher erbärmlich am Boden.


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Vorsorge für Aufgeweckte

In den letzten Tagen wurde viel über staatliche Zwangssysteme und Papiergeld geschumpfen. Auch die Riester-Rente wurde für gescheitert erklärt (Link). Doch schimpfen ist einfach. Was sind die Alternativen?

Von dem was ein Arbeitgeber brutto in die Hand nimmt, kommt noch zirka ein Drittel beim Arbeitnehmer an. Die Differenz krallt sich der monströre, verschwenderische Staat; ein korrupter Nimmersatt. Es hört niemals auf und wird immer mehr: Über alle Abteilungen der Einheitspartei hinweg haben linksgrüne Neosozialisten das Sagen. Sie streben nach zentralisierter Macht, sind aber hoch verschuldet. Deshalb wird der Raubzug wohl niemals enden.

Von dem was einem der Staat nicht gewalttätig und gegen den freien Willen abnimmt, kann man privat vorsorgen. Glaubt man der Politik, dann muss man das sogar. Ich möchte hier jetzt keine Diskussion  entflammen, ob „Gold“, „Silber“ oder „Aktien“ das beste ist. Das beste ist ein Mix aus vielen verschiedenen Asstes. Hierzu gehören Geldwerte, Sachwerte und Nutzwerte. Je nach persönlicher Präferenz wird die Gewichtung der Asstes bei jedem Menschen individuell sein.

Geld- und Sachwertes sind klar. Hier setzt man nicht auf einen Crash, sondern auf das laufende System. Mit einem Teil der Sachwerte sollte man allerdings physische Edelmetalle besitzen. So profitiert man am Gesamtsystem, wenn es nicht crasht und hat gleichzeitig einen Schutz, sobald es passiert. Im Bereich der Nutzwerte ist die Sache komplizierter. Hier gehen die persönlichen Präferenzen einzelner Menschen stark auseinander.

Das Themenfeld Nutzwerte kann man in die Bereiche Nahrung, Energie und Verteidigung unterteilen. Wieviel Nahrung und welche Gegenstände man immer zu Hause haben sollte, hängt davon ab, wie stark man Vorsorge betreiben möchte. Eine aus meiner Sicht völlig ausreichende Liste mit empfohlenen Dingen liefert der Staat selbst (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe).

Was passiert wenn die Lage eskaliert? Einfache Dinge, wie Selbstverteidigung können helfen. Es wird auch hilfreich sein, wenn man weiß, wie unsere Großeltern Krisenzeiten überstanden haben. Auch “Die Kunst der primitiven Waffen” kann ich zur Lektüre empfehlen. Wer sich eine Kleinwaffe nicht zutraut, sollte zumindest Pfefferspray griffbereit haben. Ganz viele Menschen betreiben keine Vorsorge. Diese Menschen werden in einem Krisenszenario zum animalischen Mob vor dem es sich zu schützen gilt.

Krisenvorsorge sollte kein bis kaum Geld kosten. Langzeitnahrung lehne ich persönlich ab, denn es gibt sehr viele normale Lebensmittel, die extrem lange haltbar sind. Mir persönlich ist wichtig, nicht alles auf ein Eskalationsszenario zu setzen, sondern das System zu nutzen, solange wie es noch läuft. Man sieht ja die ausufernde Bequemlichkeitsverdummung der Menschen. Diese Leute wählen tatsächlich Politiker, die ihnen zwei Drittel ihrer Leistung abknöpfen. Dümmer geht es nicht. Man muss versuchen, von dieser Massenverblödung zu profitieren.


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