Schlagwort-Archive: VWL

Schlinge um Venezuela zieht sich zu

Es war ein unmoralisches Angebot der verstaatlichten venezolanischen Ölgesellschaft: Man wollte die in 2017 fälligen USD-Kredite gegen Zinsaufschlag bis 2020 verlängern. Dieses Angebot stoß (mal wieder) auf wenig Interesse bei den Gläubigern. Die Gefahr eines Zahlungsausfalls des Landes steigt.

venezuela

Dabei ist die Ölgesellschaft inwischen fast die einzige Devisenquelle des auch von deutschen Linken gefeierten „Sozialismus des 21. Jahrhunderts„. Die Exporte Venezuelas bestehen zu 95% aus Öl und Gas. Bislang konnten die Sozialisten in Venezuela immer auf China bauen, denn die Volksrepublik gewährte stets Kredite gegen Öllieferungen. Doch auch die Chinesen haben kein Geld zu verschenken und könnten ihre Politik bald überdenken.

Wegen des Ölpreiszerfalls, der sozialistischen Eliminierung der Privatwirtschaft und fehlender Investitionen in die Infrastruktur steht Venezuela in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen der desolaten Versorgungslage liegt die Inflation inzwischen bei über 100%. Wie in vergangenen sozialistischen Systemen auch, gehören die Menschen zu den Opfern. Es fehlt an allem.

Im Falle eines Defauls sollte Venezuela kein systemisches Risiko für die Weltwirtschaft darstellen, weil die Sozialisten in keiner wesentlichen Wertschöpfungskette internationaler Märkte eingebunden sind. Natürlich wird die Opposition noch von den herrschenen Kommunisten unterdrückt, doch lange dürfte sich die Regierung nicht mehr halten. Die Gewaltpotenziale in der venezulanischen Gesellschaft sind sehr hoch. Die Bevölkerung ist ziemlich gut bewaffnet.

Sozialistische Beobachter sehen einen USA-Komplott. Sie stellen die Verschwörungstheorie auf, dass die USA hinter allem Übel stecke. Als einzigen Beleg hierfür nennen die Populisten, dass ab und zu US-Aufklärungsflugzeuge im venezulanischen Luftraum zu sehen seien. Man möchte sich einfach nicht eingestehen, dass schon wieder ein linksradikaler Staat gescheitert ist und den Menschen tiefe Armut bringt.  Maximale Freiheit wäre der beste Weg, um Armut zu bekämpfen!

Bisher sind alle Formen des Sozialismus gescheitet. Der NationalSOZIALISMUS, der sog. RealSOZIALISMUS, der KontinentalSOZIALISMUS (Eurozone, EU) und schließlich auch der GeldSOZIALISMUS. Trotzdem erfreut sich der aufkeimende Neosozialismus einer immer größeren Beliebtheit. Die Menschen rufen nach dem starken Muttistaat, der sie bevormunden soll.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Advertisements

Weizen so billig wie seit zehn Jahren nicht

Nicht nur Öl ist entgegen früherer Langfristprognosen extrem günstig geworden. Auch Weizen ist so billig, wie zuletzt im Jahr 2006.

wheat

Der Preis für ein Scheffel (ca. 27kg) des Getreides fiel an der  Rohstoffbörse in Chicago zwischenzeitlich unter 4,00 US-Dollar und damit auf ein neues 10-Jahres-Tief. Liegt es daran, dass die Verbraucher nach Büchern wie „Dumm wie Brot“ oder „Die Weizenwampe“ eher auf Mais und Reis umsteigen? So einfach ist es nicht. Auch der Preis für Kaffee hat sich seit 2011 halbiert. Nur wenige Rohstoffe (auch nicht Soja, Zucker oder Baumwolle) sind teurer als „vor der Finanzkrise“.

Als ab 2008 die Notenbanken begonnen, die Märkte mit frischem Geld zu fluten, und Politiker Unsummen in die Hand nahmen um Banken und Wirtschaft zu retten, gingen viele Ökonomen („AfD-Professoren“) davon aus, dass dies in einer sehr hohen Inflation enden würde. Bisher sehen wir bei den Verbraucherpreisen eher eine Deflation, denn die Inflation wütet sehr konzentriert in nur wenigen Assetklassen, wie beispielsweise Anleihen. Was passiert, wenn die Mutter aller Blasen platzt? Diese Frage versucht Dirk Müller im Handelsblatt zu beantworten.

Exkurs: Die Lüge von der Mini-Inflation


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Thilo Sarrazin muss womöglich sein VWL-Diplom zurückgeben

Als die Euro-Krise im Frühjahr 2010 eskalierte, warnte der deutsche VWL-Professor Joachim Starbatty vor wachsenden Inflationsraten auf über 5 Prozent. Hans-Olaf Henkel, damals stellvertretender Sprecher der AfD, prognostizierte im Mai 2011: „Eine steigende Inflation steht vor der Haustür.“  Der Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sagte „mittelfristig drei bis vier Prozent“ voraus.

Zu dieser Zeit war es auch, als der Buchautor Thilo Sarrazin in Aussicht stellte, sein VWL-Diplom „zurückgeben und alles neu lernen zu wollen“, wenn die Inflation in den nächsten zehn Jahren nicht massiv steigt. Nun hat Sarrazin also noch etwas mehr als 3 Jahre Zeit, bevor er womöglich nochmal die Schulbank drücken muss….

Die offizielle Inflation in Deutschland wurde neulich mit 0,4 Prozent gemeldet.

Wahrscheinlich bekommen wir auch keine höhere Inflation, weil wir uns in deflationären Zeiten, ähnlich wie in der Weimarer Republik oder in Japan, befinden. Hierzu ein andermal mehr.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Der Brexit-Schock bleibt aus

Aus Angst vor sog. „Rechtspopulisten“ hat die staatsnahe Propaganda der radikalen EUzis im Vorfeld des Brexit zahlreiche Verschwörungs- und Untergangstheorien in die Welt gesetzt. Inzwischen deuten viele Indikatoren darauf hin, dass es sich hierbei um reine Panikmache handelte.

Brexit-3-650

„Brexit ist das neue Klimawandel“, könnte man sagen. In der EUzi-Presse wurde versucht, jede Kleinigkeit dem Brexit anzuheften. Doch der propagierte Untergang blieb aus. Die Aktienmärte stehen inzwischen auf Jahreshöchstständen! Ja, auch der britische Aktienmarkt. Das im ersten Halbjahr von der Systempresse gezeichnete Szenario namens „chaotisch und schmerzhaft“ blieb bisher aus. Die Briten können auch ohne eine undemokratische Zentralherrschaft durch die EU überleben.

Erste Frühindikatoren geben Entwarnung. Das UK-Konsumentenvertrauen (GfK) war in der Finanzkrise heftig gefallen. Der Rückgang kurz nach dem Brexit war minimal, im August stieg es sogar wieder an. Das heißt, die Verbraucher sind nicht wirklich verunsichert; das Barometer steht auf Höhe von zirka 2013. Schaut man sich die UK-Einzelhandelsumsätze (ohne Kraftstoffe) an, dann sieht man keinen Einbruch. Im Gegenteil: Die Umsätze steigen seit Jahren kontinuierlich an.

Der britische Aktienmarkt (FTSE 100) hat sich nach dem Brexit-Referendum stärker erholt als der Euro Stoxx 50 oder der DAX. Natürlich kann man dies auch der Bank of England zuschreiben, dennoch zeigt es eindrucksvoll, dass die Lage besser als die Stimmung war. Eines der Hauptargumente der EUzis für einen Verbleib der Briten innerhalb der EU, waren die mit einem Austritt verbundenen wirtschaftlichen Nachteile. Diese Argumente haben sich bisher als übertrieben erwiesen.

Merkelisten, Neosozialisten und andere radikale EUzis hyperventilieren fast, wenn sie das lesen, denn sie hassen es, wenn man ihre Staatsreligion als Lug und Betrug entlarvt. Angesichts des Wahlkalenders haben die EUzis große Angst. Ein „weniger schlimmer Brexit“ könnte ungeahnte Folgen haben. Am 02.10.2016 wählt Osterreich einen neuen Präsidenten, im November stimmen Italiener über die neue Verfassung ab, am 08.11 wählen die USA, am 17.03.2017 die Niederlande, am 23.04.2017 Frankreich und spätestens im Herbst 2017 fürchten sich die deutschen EUzis vor der neurechten AfD.

Dass der Brexit völlig überbewertet wird, habe ich schon vorher geschrieben. Schon damals bemerkte man die Angst der Mächtigen. Es ist die Angst vor Machtverlust. Die radikalen Vorreiter eines zentralen EU-Reiches fürchteten sich vor dem nordwestlichen Gebietsverlust. Hinzu kam die Ähnlichkeit der Begriffe „Brexit & Grexit. Volkswirtschaftlich nicht vergleichbar, aber perfekt für die Propaganda. Deutsche Steueropfer haben es schon immer geliebt, wenn ihnen Ihre Herrscher Angst und Schrecken einjagen.

PS: Das Gegenteil von „mehr Europa“ ist nicht „mehr Deutschland“, sondern „mehr Mensch“. Nazis sind keine Alternative für EUzis !! 


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Makroökonomie: 10 unglaubliche Fakten

Heute gibts 10 Fakten über die Volkswirtschaften, die viele von euch sicher noch nicht kannten…

  1. Das höchste Wirtschaftswachstum hat die Elfenbeinküste. China kommt erst nach z.B. Uzbekistan oder den  Philippinen.
  2. Die höchsten Zinsen gibts mit 30,25% in Argentinien. Den niedrigsten Leitzins hat mit -0,75% die Schweiz.
  3. Die stärkste Deflation wütet mit 4% in Somalia. Im Südsudan herrscht eine Inflation mit 309,60%.
  4. Die wenigsten Arbeitslosen (0,2%) hat Qatar.
  5. In Monaco gibt es offiziell überhaupt keine Arbeitslosen.
  6. Estland, Kosovo und Russland sind die drei europäischen Länder mit der geringsten Schuldenquote (zum BIP).
  7. Luxembourg hat doppelt so viele Einwohner wie Island.
  8. Die Niederlande hat eine geringere Schuldenquote (zum BIP) als Deutschland.
  9. Das kleinste Bruttoinlandsprodukt hat mit 191 Mio. US$ São Tomé und Príncipe, ein Inselstaat im Golf von Guinea.
  10. In Kanada wohnen weniger Menschen als in Polen.

Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Griechenland soll etwas machen, was ansonsten kaum ein Staat schafft

„Griechenland soll seine Schulden bis 2080 abstottern“, melden heute morgen die Medien. Neukonservative Nationanalisten freuen sich: Endlich darf Griecheland nicht mehr über seine Verhältnisse leben! Oder doch nicht?

Government_debt_gdp

Griechenland soll also seine Kredite bis 2080 getilgt haben. Damit wäre Griechenland das erste Industrieland, welches seine Schulden komplett getilgt hätte. Damit dies klappt, starten die linksradikalen Euronazis einen nie dagewesenen Raubzug gegen die Bevölkerung. Das perverse ist die Heuchlerei. Merkeldeutschland verlangt von Athen, „nicht mehr auszugeben, als man einnimmt“. Und warum bitte haben die teutschen Landen 2.202 Milliarden Euro Schulden? Hätte man immer nur das ausgegeben, was man einnahm, dann gäbe es diese Schulden nicht. Allein seit dem Merkelismus in 2005 stieg der deutsche Schuldenstand um über 600 Mrd. Euro an.

Getoppt wird das ganze noch von den USA. Obama hat es in 8 Jahren geschafft, mehr Schulden zu machen als alle 44 Präsidenten zusammen vor ihm. Mehrfach stand die USA kurz vor dem sog. „Shutdown„, einmal war er sogar da. Die USA steht mit knapp 20 Billionen USD in der Kreide. Alleine der Zuwachs seit Obama entspricht 31 mal dem griechischen Schuldenberg. Warum muss die USA nicht bis 2080 alles tilgen? Die obige Grafik zeigt ganz schön, wer auf dieser Erde besonders verschuldet ist. Staatsschulden gehören zum System. Wer sie abschafft, schafft das Geld ab. Griechenland wird seine Schulden niemals tilgen können. Nicht weil die Griechen faul oder dumm sind, sondern weil das KEINER der Staaten kann. Schuldentilgung ist im Schuldgeldsystem nicht vorgesehen.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_

Nach QE kommt Helikoptergeld

Als letztes Instrument der EZB wird gerne die Einheit „Negativzins und Bargeldverbot“ genannt. Doch inzwischen kommt ein weiterer Begriff auf: Das Helikoptergeld.

Die klassischen Instrumente der EZB versorgen Staaten und die Wirtschaft mit billigem Geld, damit eine stabile Inflation entsteht. Doch es funktioniert nicht, denn Innovation und Fortschaft kann man sich nicht einfach kaufen. Hinzu kommt, dass die Zentralbank ihr verliehenes Geld irgendwann wieder zurück will. Nicht so beim Helikoptergeld: Hier vergibt die EZB Geld und will es nie wieder zurück. Besonders aussichtsreich könnte Helikoptergeld beim Einsatz mit Verbrauchern sein. Das hieße die EZB überweist jedem Menschen Geld und will es nicht mehr zurück.

Die Idee dahinter ist einfach: Helikoptergeld an Verbraucher erhöht schlagartig das Volkseinkommen. Weil viele Verbraucher nicht zur Vermögensbildung neigen, stärkt die Maßnahme die Kaufkraft. Die Preise könnten entsprechend steigen; wir bekämen eine nachfragegesteuerte Inflation. Die Zentralbanken hatten schon mit der Einführung von Negativzinsen das zuvor Undenkbare gewagt. Nun müssen sie noch gewagtere Manöver durchführen, um die chronische Nachfrageschwäche auszugleichen. Wenn QE gescheitert ist, dann könnte das Heligeld kommen.

Selbstverständlich wird Helikoptergeld nicht funktionieren. Die Lösung struktureller Probleme würde weiter vernachlässigt werden. Auch gäbe es nur einen Einmaleffekt bei Auszahlung des Geldes – quasi eine zeitliche Verschleppung der Deflation. Doch der Ansatz die Kaufkraft der Menschen zu erhöhen, ist sehr zielführend. Aber bitte nicht aus der Druckerpresse, was zu einer unkontrollierbaren Geldentwertung führen kann. Der galantere Weg führt über die Fiskalpolitik. Wer einen sozial gerechten Aufschwung, unter Beteiligung aller Menschen in diesem Land möchte, der muss die Kaufkraft dieser Menschen erhöhen.

Die Verbraucher benötigen endlich mehr Geld in der Tasche. Soziale Wirtschaftspolitik wäre, die Einkommensteuer (Lohnsteuer) abzuschaffen und den Ausfall auf Unternehmen und große Vermögen umzuwälzen. Über 60% eines Einkommens geht an den überschuldeten Staat. Von einem 8 Stundentag arbeitet man über 5 Stunden für die Elite in Berlin und Brüssel. Da sind die Bauern in früheren Zeit schon für viel weniger mit Mistgabeln auf den Adel los gegangen. Helikoptergeld wäre nur eine weitere Verzweiflungstat für die Weiterführung der Umverteilungspolitik von fleißig zu reich. Helikoptergeld ist kein BGE.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog. Bitte beachtet die Richtlinien für KommentareMail: JennyGERmail-blog (at) yahoo.de.

liebe Grüße, eure Jenny, @_JennyGER_