Schlagwort-Archive: Zentralbank

Die Botschaft der US-Notenbank

Die US-Notenbank FED hat gekniffen, und die Kurse fallen. Der Markt hat verstanden, was uns die mächstigste Zentralbank der Welt mitteilen möchte.

Die Fed lässt die Zinsen nahe Null. Statt Freudensprüngen sieht man Ernüchterung an den Märkten. Die FED-Entscheidung hat neue Sorgen um die Konjunktur erzeugt und alte Sorgen aufgewärmt. Deshalb kann die FED nun noch nicht zu einem normalen Zinsniveau zurückkehren. Das gefährlich niedrige Zinsniveau wird uns also noch länger begleiten. Eine weitere Botschaft der FED ist eher politischer Natur und sollte uns zu Denken geben. Die seit 2008 andauernde Krise ist alles andere als gelöst oder vorbei. Alles was die Politik bisher tat, ist „Zeit kaufen“. Die Rettungsschirme funktionieren nicht, die Märkte sind außer Kontrolle und das Politikerpack hat 7 Jahre die falschen Entscheidungen getroffen. Auch diese Botschaft sollte man aus dem US-Zinsentscheid herauslesen.


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liebe Grüße, eure Jenny

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Der 17.09. wird ein Tag wie jeder andere

Nächte Woche ist es endlich soweit: Nach einer zweitägigen Sitzung wird die US-Notenbank FED vielleicht die Zinsen anheben. Die letzte Erhöhung war im Sommer 2006 und das ultraniedrige Zinsniveau wird bereits seit 2008 gehalten. Am 17.09. wird meiner Meinung nach nichts passieren.

Futures-Händler preisen aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 28 Prozent für eine Anhebung um einen viertel Prozentpunkt auf eine Spanne von 0,25 Prozent bis 0,50 Prozent ein. Dass der Zins angehoben wird, gilt als ausgemachte Sache. Doch beim Zeitpunkt ist man sich uneinig. Manche Analysten glauben an den September, andere an Dezember. Gegen eine Zinserhöhung spricht die Anfälligkeit der Weltwirtschaft. Viele Währungen der Emerging Markets sind regelrecht gecräscht. Ein noch wertvollerer Dollar ist da kaum dienlich. Was auch immer die FED am 17.09. macht: Es wird nichts passieren. Kommt der Zinsschritt, dann ist er nur symbolisch und hat kaum Durchschlagskraft. Kommt der Zinsschritt jetzt nicht, dann kommt er später, aber vielleicht heftiger. Das wichtigere Datum im September ist der 20.09. – dort haben die Griechen die Wahl. Sie dürfen sich zwischen dem altelitären Lügenpack, welches das Schlamassel damals verursacht hat, und neosozialistischen Linksradikalen entscheiden. Aber am 17.09 wird nichts passieren.


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liebe Grüße, eure Jenny

Schafft die Zentralbanken ab!

Zentralbanken wie die EZB, FED, BEO oder die BOJ pumpen die Märkte mit Luftgeld voll und machen sie damit abhängig, wie einen abgewrackten Junkie. Egal wieviel Geld die Notenbanken drucken: Es wird niemals genug sein.

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Die Finanzkrise ist nun 7 Jahre alt. Ausgelöst wurde sie durch Spekulationsblasen, die aufgrund zu niedriger Zinsen entstanden. Der niedrige Zins blähte den US-Immobilienmarkt auf und sorge dafür, dass sich radikale und korrupte Politiker ohne jede Vernunft verschulden konnten, damit sie vom Wähler geliebt werden. Während der Krise machte man die Brandstifter dann einfach zum Feuerwehrmann und versucht seither die Probleme mit noch mehr billigem Geld zu lösen. Das erlösende Wirtschaftswunder blieb bisher aus. Die Fleißigen werden ärmer und die Reichen werden reicher. Das traurige daran: Die radikalen Führerpersonen in der Politik sind bei den „Armen“ beliebter, denn je.

So weit haben wir es nun seit 2008 geschafft: Das System braucht immer mehr billiges Luftgeld, um zu überleben. Was damals als „Übergangsbrücke“ gedacht war, ist nun ein Dauerzustand. Die Märkte und die Politik sind süchtig danach! Fast alle Industrieländer haben in dieser Ultraniedrigzinsphase ihre Verschuldung drastisch erhöht – auch Deutschland. Doch dies fällt noch nicht auf, weil die Zinssätze sehr niedrig sind. Das System ist 2008 zusammengebrochen und hält sich seither mit „Drogen“ über Wasser. Es geht nicht mehr ohne. Die Zentralbanken haben die Märkte und die Politik von sich abhängig gemacht; sie sind nun diejenigen, die das Sagen haben.

Das Weltgeldsystem ist die wahre Ursache für viele Verwerfungen, Umverteilung von fleißig zu reich und die Zinsproblematik sorgt dafür, dass Staatsschulden und die Vermögen einiger weniger stetig ansteigen. Hier sollte man ansetzen und die Probleme lösen. Komischerweise gibt es hierüber keine öffentliche Debatte. Man schaut einfach weg. Weil man machtlos ist? Wenn wir also machtlos sind, wer hat denn dann die Macht und wer hat sie ihm gegeben? Übrigens: Die aktuell sichtbaren Auswüchse des exponentiell verlaufenden Schuldgeldsystems mit seinen sozial ungerechten Raubzügen, hätten wir mit der D-Mark früher oder später auch gehabt. Der Euro ist zwar ein Problem, aber er ist nicht DAS Problem.

Man muss sich klar machen, dass Kapitalismus und Sozialismus  zwei Seiten der selben Medaille sind. Das was wir aktuell als Kapitalismus bezeichen ist etwas anderes, es ist eine Kapitalplanwirtschaft, denn „Preis und Menge eines Gutes werden von einer zentralen Stelle vorgegeben“. Die alles bestimmenden Güter nennen sich Geld und die zentrale Stelle ist die Zentralbank – unser Geld funktioniert also planwirtschaftlich. Ob es nun das Geld oder die Gütermärkte sind, die planwirtschaftlich laufen, ist nur noch reine Geschmacksache. Beide Systeme sind nicht freiheitlich. Im Kapitalismus werden Menschen durch andere Menschen ausgebeutet, im Sozialismus ist es genau umgekehrt.

Wer die Krise nachhaltig lösen möchte, muss Zentralbanken abschaffen und das Geld reformieren. Hierzu müssen aber vorher in der öffentlichen Diskussion Denkverbote  aufgehoben werden.

Exkurs zum weiterbilden: „Libertäre sind nicht rechts!“

Lesetipp: Kritik an der FED ist kein Antisemitismus


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liebe Grüße, eure Jenny

Wie das Internet die Inflation verhindert

Es gibt aktuell keine messbare Inflation. Als Grund wird meist die lahmende Konjunktur genannt. Doch an einen bestimmten volkswirtschaftlichen Faktor denken die wenigsten: Das Internet.

Inflation nennt man das Überangebot der Geldmenge im Verhältnis zur realen Gütermenge. Oft resultiert hieraus eine Steigerung der Verbraucherpreise. Diesen Effekt nenne ich zur Einfachung in diesem Artikel „Inflation“. Sie entsteht immer dann, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Grund hierfür kann sein, dass die Einkommen steigen oder dass Geld im Allgemeinen billig zu haben ist. Inflation, aber auch Deflation, sind Ventile, die eventuell vorhandene Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage regulieren.

Notenbanken versuchen, bislang ohne Erfolg, durch irre Gelddruckorgien die Inflation anzuheitzen. Doch die Notenbank scheint machtlos zu sein – die Preise steigen nicht. Kaum ein Gut ist knapp und viele Dinge werden tendenziell sogar immer günstiger. Zudem kann die Notenbank kein Nachfragewachstum generieren, denn gegen eine schrumpfende und alternde Bevölkerung hat sie nichts in der Hand. Wenn eines den Konsum in den letzten Jahren wesentlich verändert hat, dann ist es die Technologie.

Angefangen hat es mit Musik, Büchern und Sexspielzeug. Inzwischen kann man auch bequem Möbel oder auch Lebensmittel online bestellen. Das britische Statistikamt hat errechnet, dass die Online-Preise heute auf dem Niveau von 2005 sind – diese Preise sind also 10 Jahre lang nicht gestiegen. Unabhängig von Zinsen und der Druckerpresse fallen die Online-Preise, weil es im Internet weniger Kostentreiber gibt. Online-Händler sparen sich Kosten für Lager, Verkaufsräume, Personal und Bürokratie. Dies senkt die Preise, weil insbesondere Online-Händler in starkem Wettbewerb zueinander stehen.

Notenbanker machen heute eine Geldpolitik, die sie schon in den 1950er Jahren gemacht haben. Inzwischen hat sich die Welt aber ein bisschen verändert – das Konsumverhalten der Wirtschaftssubjekte ist nicht mehr mit dem aus 1950 vergleichbar. Das alternativlose Dogma mit „2% Inflation“ passt nicht mehr zur wirtschaftlichen Realität. Wir sollten uns überhaupt mal als Gesellschaft Gedanken darüber machen, was für eine Geldpolitik wir eigentlich wollen. Der Geldsozialismus aus den 50er-Jahren ist wirkungslos geworden – er schadet mehr, als er nützt.

Verweis: Ich habe nicht abgeschrieben, wurde aber wesentlich von diesem Artikel bei GT inspiriert.


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liebe Grüße, eure Jenny

 

Peter Bofinger fordert Ende des Bargelds

Peter Bofinger ist sog. Wirtschaftsweiser und äußerte seinen Vorschlag am Samstag gegenüber dem Magazin „Spiegel“. Er wünscht sich, das Thema im Juni auf der Agenda des G-7-Gipfel  im bayerischen Schloss Elmau zu sehen.

Die Gründe, die Herrn Bofinger, die Abschaffung des Bargeldes wünschen lassen, sind die üblichen Verdächtigen: Schwarzarbeit, Drogen und Einfachheit. Als Beispiel nennt Bofinger „die verlorene Zeit“ an Kassen, wenn man Kleingeld sucht oder der Händler das Wechselgeld nicht passend hat. Bofinger schlägt vor, dass der Euroraum, die Vereinigten Staaten, Großbritannien und die Schweiz das Bargeld gleichzeitig abschaffen. Die FAZ berichtete gestern darüber.

Die Gedanken zur Abschaffung des Bargeldes sind also keine finsteren Verschwörungstheorien mehr, sondern Realität. Offizieller und medienwirksamer, wie von einem Wirtschaftsweisen, können wir es uns nicht mehr sagen lassen. Im Vordergrund steht immer die Steuerehrlichkeit und die Austrockung illegaler Märkte. Doch ähnlich wie bei der Maut oder bei der Vorratsdatenspeicherung ergeben sich durch eine bargellose Welt gewisse Nebeneffekte für den allmächtigen Staat.

Ohne Bargeld ist jede Transaktion elektronisch gespeichert. Egal ob Kondome, Drogen, Kaugummis oder Eintrittsgelder, es wird immer alles nachvollziehbar sein, was man getan hat. Es glaubt doch wohl niemand im Ernst daran, dass der Staat diese Daten nicht auswerten möchte? Es ist nur eine Frage der Zeit, dann kommt die Transaktionsdatenspeicherung. Ohne Bargeld wird es aber trotzdem einen Drogenmarkt geben. Man würde dann dort einfach mit einer Ersatzwährung bezahlen oder tauschen.

Die staatstreuen Medien werden es schaffen, dass die Nutzung von Bargeld „böse“, rechtspopulistisch, antisemitisch, putinversteherisch, homophob, und altmodisch wird. Man wird uns die Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs verkaufen und die Menschen werden es schlussendlich auch wollen, denn wenn in Deutschland eines funktioniert, dann ist es die Propaganda. „Münzen und Scheine sind überholt und schmälern nur den Einfluss von Notenbanken“, sagt Bofinger dem Spiegel. Er wünscht sich also mehr Macht für die Zentralbank. Mehr Macht für eine Bank! (= Diesen Satz muss man 2-3 mal lesen). Wollen wir einer, demokratisch nicht legitimierten Bank, mehr Macht geben?

Neben dem Thema Datenschutz hat die Umstellung auf Buchgeld auch einen Effekt auf die Bankenwelt. Bargeld bremst die Giralgeldschöpfung. Wäre jeder Cent und jeder Euro Buchgeld, dann müssten die Banken keine lästigen Reserven mehr halten. Bankruns wären ausgeschlossen. Geht eine Bank pleite, dann schaltet sie einfach das Onlinebanking ab. Braucht ein Staat dringend Geld (Beispiel Zypern), dann bedient er sich einfach auf den Konten. Apropos Konto: Ohne Bargeld ist ein Kontoauszug ein lückenloses Tagebuch, das jahrelang gespeichert wird.


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Blockupy hat sich den falschen Gegner ausgesucht

Wer die Blockupy-Proteste als „Kampf gegen den Kapitalismus“ bezeichnet, der hat die Aufgabe der EZB nicht verstanden. Zentralbanken sind  planwirtschaftliche Störfaktoren innerhalb einer Marktwirtschaft. Wer gegen die EZB protesiert, der richtet sich gegen die Planwirtschaft.

Planwirtschaft ist, wenn ein undemokratischer Zentralrat den Preis und die Menge eines Gutes festlegt. Die EZB macht nichts anderes: Geldpolitiker, die man nicht (ab)wählen kann, legen die Geldmenge und den Preis von Geld zentral fest. Hierbei manipuliert die EZB freie Marktpreise und sorgt für Ungleichgewichte sowie Marktverzerrungen. Proteste gegen die EZB sind demnach auch eine Forderung nach mehr Marktwirtschaft.

Zentalbanken stören, so wie andere zentrale Planungsstellen, den Preisfindungsmechanismus freier Märkte. Der Geldsozialismus ist eben kein Kapitalismus, wie uns der zündelnde Pöbel erzählt. Geldsozialismus ist die Fortsetzung der Diktatur – aber mit wesentlich mehr Mitteln, denn man täuscht den Menschen Vielfalt vor. Märkte versagen immer dann, wenn die Marktmechanismen aufgrund Eingriffe von Notenbank und Staat eliminiert werden.

Was wir brauchen ist mehr Markt, mehr echten Kapitalismus und weniger Planwirtschaft. In diesem Punkt gebe ich den Blockupy-Demonstranten sogar recht. Moderner Kapitalismus steht für Privateigentum, Freiheit und Marktwirtschaft. Mit dem aktuell herrschenden Geldsozialismus hat er nichts am Hut. Ich finde es etwas amüsant, aber auch fremdschämend, dass der radikale Pöbel ausgerechnet gegen die Planwirtschaft auf die Straße ging.

Ein Wort zur Gewalt bei den Protesten: Nur weil die EZB Europa sprengt, heißt das nicht, dass Europa auch die EZB sprengen darf! Alle Formen von blinder Gewalt sind unangebracht. Die Tatsache, dass hier teils Kommunisten gegen die Planwirtschaft protestiert haben, zeigt mir, dass es vielen nur ums Draufhauen ging. Wenn der Pöbel wüsste, dass er sich gegen die Planwirtschaft wendet, dann wäre es vielleicht nicht zu solchen Ausschreitungen gekommen. „Beide sind Zerstörer – die Protestierer und die Zentralbanker“, schreibt auch Sascha Tamm bei eigentümlich-frei.


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EZB führt uns in die nächste Krise

Wenn Schuldner keine Risikoaufschläge bezahlen, dann müssen die Gläubiger das Risiko tragen. Diese Tatsache ist so alt, wie das Kreditgeschäft an sich. Durch Anleihenkäufe und sonstige Maßnahmen senkt die EZB nicht nur den Außenwert unseres Geldes sondern führt uns damit auch in die nächste Krise.

Wenn eine Währung an Wert verliert, dann beflügelt dies den Export und belastet den Import. In unserer Volkswirtschaft besteht der Export meist aus Unternehmen und der Import aus Verbrauchern. Die Konsumenten importieren über den Handel Güter wie Kaffee, Energieträger, Baumwolle oder Metalle. Zirka 60% eines in Deutschland hergestellten Produktes besteht aus Vorleistungsimporten. Die EZB möchte mit der Euroabwertung eine gewisse Inflation importieren. Dabei profitieren Unternehmen und leiden Privatpersonen. Eigentlich müssten Parteien, die das Wort „sozial“ im Namen tragen, dagegen Sturm laufen. Aber das Gegenteil geschieht: Die EZB darf tun und lassen was sie will. Auch wenn sie die Umverteilung von Fleißig zu Reich beschleunigt. Es geht sogar soweit, dass Kritik an der Zentralbank als „rechts“ gilt. Diese Keule ist an Absurdität nicht zu überbieten.

Hauptursache der Eurokrise waren fehlende Risikoaufschläge. Zwischen 2002 und 2009 waren die Zinssätze der €-Anleihen auf einem harmonisch niedrigen Niveau. Deshalb konnten sich wirtschaftlich schwächere Länder stärker verschulden im Vergleich zur Zeit mit der eigenen Währung. Weil neue Staatsschulden nicht mit Risikoaufschlägen belegt wurden, konnten die Regierungen so viele Schulden machen, wie sie wollten. Doch die Risiken waren dennoch da und bauten sich im Hintergrund auf; bis zur Entladung. In dieser Anfangszeit des Euros hat man den Markt außer Kraft gesetzt. Die Spannungen, die in dieser Zeit entstanden, haben sich 2010 in der „Eurokrise“ schlagartig gelöst. Die bis dato nicht bezahlten Risikoaufschläge mussten in einer Summe über Rettungsschirme finanziert werden.

Ursächlich für die Eurokrise war die außer Kraftsetzung der Märkte und zu niedrige Zinsen. Um die Krise zu lösen setzt man die Märkte nun noch mehr außer Kraft und manipuliert die Zinsen mit aller Kraft nach unten. Wieder erhalten Gläubiger für ihr Risiko keine Prämie und Staaten können sich grenzenlos, zum Teil zu Minuszinsen, verschulden. Die EZB wiederholt nicht nur die gemachten Fehler. Sie verschlimmert die Lage noch. Frankreich bezahlt für 8 jährige Anleihen nur noch 0,21% p.a., Portugal auf 3 Jahre nur noch 0,56% und Spanien gerade noch 0,30%. Und dies ist noch nicht das Ende: Durch die Zentralbankkäufe können die Zinsen weiter sinken. Doch wenn für Risiken nicht bezahlt werden muss, dann muss sie jemand Drittes tragen, wenn sie eintreten. Wer wird das dann wohl sein? Die EZB hat den Karren damals an die Wand gefahren, setzt zurück und fährt nun noch einmal mit Vollgas gegen die selbe Wand. Mit der gleichen Schrottkarre. Und unsere Politiker klatschen Beifall.


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